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Ukraine-KriegRussische Bank VTB stellt ihren Europa-Ableger zum Verkauf

Eine Abwicklung könnte damit vermieden werden, berichten Insider. Aber die Sanktionen gegen Russland erschweren die Transaktion.Dennis Schwarz, Andreas Kröner 30.03.2022 - 15:44 Uhr Artikel anhören

Die Europatochter der zweitgrößten russischen Bank stand zu Beginn des Ukrainekriegs am Abgrund, hat sich inzwischen aber stabilisiert.

Foto: Reuters

Frankfurt. Wie geht es weiter mit der VTB Europe? Diese Frage beschäftigt die Finanzbranche und Tausende Kunden seit Ausbruch des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine. Nun bahnt sich eine mögliche Lösung an: Der russische Mutterkonzern VTB habe seine Europatochter zum Verkauf gestellt, sagten zwei mit dem Thema vertraute Personen dem Handelsblatt.

Ob eine Veräußerung gelinge, sei wegen des Kriegs in der Ukraine und der Sanktionen gegen Russland jedoch ungewiss. Eine solche Transaktion abzuwickeln, ohne gegen Sanktionen der EU, der USA und Großbritanniens zu verstoßen, sei alles andere als trivial.

Die Finanzaufsicht verfolgt den Prozess Finanzkreisen zufolge intensiv. Die VTB Europe hat ihren Sitz in Frankfurt und unterliegt der Kontrolle der Bafin. Die Finanzaufsicht überwacht die Bank schon länger intensiv und hätte gegen einen sanktionskonformen Verkauf der VTB Europe wohl nichts einzuwenden. Ein unkontrollierter Zusammenbruch, den Aufsichtsbehörden und auch die private Einlagensicherung vermeiden wollen, würde damit dann nicht mehr drohen.

Die russische VTB und die Bafin wollten sich zu einem möglichen Verkauf der VTB Europe, über den Bloomberg zuerst berichtet hatte, nicht äußern.

Bereits seit Anfang März darf die VTB Europe kein Neugeschäft machen und somit keine Gelder von Privatpersonen mehr einsammeln. Sie verwaltet aktuell verbleibende Tagesgeldkonten sowie Festgeldkonten, die meist an eine feste Laufzeit gebunden sind und nicht vorzeitig gekündigt werden können.

Bank: Kümmern uns weiter um unsere Kunden

Ende September verfügte die Bank laut Quartalsbericht über Kundeneinlagen in Höhe von 4,35 Milliarden Euro. Dieser Betrag dürfte sich mittlerweile aber deutlich verringert haben. Die Bank wies zuletzt zudem ein Eigenkapital von 1,1 Milliarden Euro aus.

Auf ihrer Webseite erklärt die Bank, sie halte sich an alle gesetzlichen Vorgaben und kümmere sich weiter um ihre Kunden. „Die wirtschaftliche Lage der VTB Bank (Europe) SE ist stabil, und die Bank ist voll funktionsfähig.“

Wegen der Sanktionen gegen russische Banken ist der VTB-Mutterkonzern weitgehend vom internationalen Finanzmarkt abgeschnitten. Die VTB steht auf der Liste der Banken, die vom Zahlungsnachrichtensystem Swift ausgeschlossen wurden. Die Europatochter ist davon jedoch nicht betroffen. In Deutschland lockte die Bank über ihren Ableger VTB Direktbank bis zuletzt Anleger mit jährlichen Zinszahlungen von bis zu 0,65 Prozent auf Festgeldkonten.

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