Anlagetaktik: Jenseits von Nestlé und Coca-Cola: Fünf Konsumaktien, die noch moderat bewertet sind
Mit einem Börsenwert von 108 Milliarden Euro zählt Unilever zu den weltweiten Schwergewichten in der Branche.
Foto: ReutersDüsseldorf. Der drohende Konjunkturabschwung angesichts des Krieges in der Ukraine und die verhängten Sanktionen schwächen den Welthandel und damit auch die Unternehmensgewinne. Das verunsichert Anleger.
Sie suchen nach Aktien von Unternehmen, deren Produkte oder Dienstleistungen immer gebraucht werden und denen es in schwierigen Zeiten gelingt, die rasant steigenden Preise für Vorprodukte und Energie an ihre Endkunden weiterzugeben. Diese Vorteile erfüllen am häufigsten Konzerne in der Konsumbranche. Das sind Aktien von Unternehmen mit sehr starken Marken und hoher Kundenbindung.
Das Problem: Fast alle diese bekannten Aktien sind schon lange im Fokus vieler Anlegerinnen und Anleger – und deshalb teuer. Moderat oder gar günstig bewertete Konsumunternehmen, deren Gewinne dazu noch stetig steigen, auch in diesem schwierigen Jahr, sind selten.
Schwierige Ausgangslage: Fast alle Aktien sind überteuert
Inflationsraten von mehr als sieben Prozent, wie es sie in den hochentwickelten Industriestaaten seit Jahrzehnten nicht mehr gab, bringen die Zinswende. In den USA haben die Notenbanken sie bereits eingeleitet, in Europa steht sie wohl in diesem Sommer bevor.