Ukraine-Krieg: Russische Sanktionen gegen Gazprom Germania – Habeck sieht neue Stufe im Gasstreit
Der Bundeswirtschaftsminister äußerte sich zu den russischen Gegensanktionen.
Foto: dpaBerlin. Russland sorgt mit Gassanktionen für wachsende Unsicherheit an den Energiemärkten. Die Strafmaßnahmen betreffen 31 europäische Unternehmen, darunter insbesondere die Gazprom Germania GmbH und einige ihrer Töchter, die für den Handel und die Speicherung von Gas zuständig sind. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte, er werte dies als neue Stufe im Konflikt mit Russland als Energielieferant. Jetzt realisierten sich Ankündigungen Moskaus, Öl und Gas als Waffe einzusetzen.
Die konkreten Auswirkungen der russischen Gassanktionen hält Habeck allerdings zunächst für „überschaubar“. Täglich würden jetzt zehn Millionen Kubikmeter Gas aus Russland nicht mehr geliefert, sagte der Minister. Das Volumen entspreche über den Rest des Jahres gerechnet etwa drei Prozent des deutschen Bedarfs. In Deutschland bekämen einige der Gazprom-Töchter „jetzt kein Gas mehr aus Russland“, sagte er.
Aus Moskau hieß es, die sanktionierten Firmen seien komplett vom Gashandel mit Russland ausgeschlossen. Andere Unternehmen in Europa müssten nun übernehmen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax.