Tech-Aktien: Warum die Tech-Branche für Anleger jetzt wieder attraktiv ist
Für Anleger wieder attraktiver.
Foto: ReutersTechnologiefirmen wachsen schneller. Sie erwirtschaften die höchsten Gewinne. Doch die Aktien sind überbewertet. Aussage eins und zwei stimmen unverändert, Aussage drei nicht mehr. Das sollte Anleger und Anlegerinnen aufhorchen lassen.
33 Prozent haben Technologie-Aktien an der weltweit mit Abstand wichtigsten Börse dafür, der amerikanischen Nasdaq, seit ihrem Kurshoch Ende November verloren. Die Branche steckt damit in einem ausgeprägten Bärenmarkt. So nennen Investoren eine länger anhaltende Phase abwärts gerichteter Kurse.
Tatsächlich hat kein anderer Sektor in den vergangenen Monaten so viel verloren wie die lange Zeit heiß gelaufenen Technologie-Aktien – darunter Amazon, Facebook, Netflix und Tesla. Die Sorge vor weiter steigenden Zinsen belastet zwar die gesamte Börse. Auch herkömmliche Börsenindizes wie Dax und Dow Jones verlieren seit Jahresbeginn kräftig.
Doch in der Technologie ist der Kapitalbedarf angesichts großer Wachstumspläne und hohen Fremdfinanzierungsbedarfs am höchsten. Dementsprechend leiden die Unternehmen und ihre Aktien mehr unter steigenden Zinsen als andere.
Und noch etwas macht das Segment anfällig für eine ausgeprägte Kurskorrektur: Weil die meisten Tech-Firmen ihre Gewinne nicht in demselben Maße steigerten, wie ihre Kurse in den vergangenen Jahren zulegten, sind die Bewertungen immer weiter gestiegen. Die Zinswende der Notenbanken war der willkommene Anlass für die Baisse, wie die Märkte sie jetzt erleben.