US-Aktienmarkt: Zeichen für ein Ende der fallenden Kurse? Shortseller eröffnen weniger neue Wetten
Shortseller haben in diesem Jahr am US-Aktienmarkt rund 300 Milliarden Dollar verdient.
Foto: APDüsseldorf. Wetten auf fallende Aktienkurse waren in diesem Jahr bislang ein nahezu sicherer Weg, um Geld zu verdienen. Der marktbreite US-Index S&P 500 verlor seit Jahresbeginn rund 20 Prozent. Doch Shortseller, die von dieser Entwicklung profitierten, werden nun vorsichtiger, wie eine Analyse des Datenanbieters S3 Partners zeigt.
Demnach wurden im Juni gegenüber dem Vormonat um zwei Drittel weniger Short-Wetten eröffnet. Während Shortseller im Juni am US-Markt neue Short-Wetten im Wert von 20 Milliarden Dollar abschlossen, waren es im Mai noch 65 Milliarden Dollar gewesen. Mit diesen Wetten können Shortseller einerseits versuchen, direkt von fallenden Kursen zu profitieren oder sich gegen Kursrisiken abzusichern.
„Short-Wetten sind immer noch profitabel, aber Shortseller stützen ihre Wetten nicht mehr so stark wie im vergangenen Monat“, erklärt Ihor Dusaniwsky, Analyst von S3 Partners. „Das kann ein Zeichen dafür sein, dass sie spüren, dass ein Kursboden nahe ist und sie damit zufrieden sind, dass ihr gesamtes Short-Engagement leicht schrumpft.“