Modebranche: Nachhaltige Bademode aus Berlin: Von der Leistungsschwimmerin zur Unternehmensgründerin
Mit 20 hat die ehemalige Leistungsschwimmerin ihr eigenes Unternehmen gegründet.
Foto: Bekeen, Joana Nietfeld, Montage: Julia SchneiderBerlin. Als feststeht, dass Celina-Marie Krimpelbein nicht als Leistungsschwimmerin weitermachen kann – eine Verletzung an der Schulter verhindert es – muss sie abtrainieren. „Ich bin dann nur noch fünf Mal die Woche geschwommen“, sagt die 24-Jährige. Davor waren es acht oder neun Mal, 20 Stunden pro Woche verbrachte sie im Wasser – ihre ganze Jugend lang.
Man muss das über Celina-Marie Krimpelbein wissen, um zu verstehen, warum sie, die eigentlich Fremdsprachenlinguistik studiert, mit Anfang 20 ihr eigenes Unternehmen gründet. Warum sie mehr als 40 Stunden pro Woche arbeitet, ihr ganzes Erspartes, das für eine Weltreise nach dem Master gedacht war, in ein Nischenprojekt steckt, das dem ersten Anschein nach nicht gerade danach schreit, Massen an Menschen zu begeistern. Warum sie jetzt also Badeanzüge und Bikinis verkauft, mit dem Anspruch, dass diese gut sitzen, nachhaltig sind und stylish aussehen.
Es ist Krimpelbeins Art, dem Leistungssport von damals verbunden zu bleiben. Denn sie erinnert sich noch genau, wie sie die unvorteilhaften Sportbadeanzüge in ihrer Jugend gehasst hat – und wie oft sie neue kaufen musste, weil der Bereich am Hintern durchsichtig geworden war.