Heizung-Austauschen: Ab 2024 drohen Hauseigentümern hohe Mehrkosten
Der Energieverbrauch wird in diesem Winter die Ausgaben der Haushalte maßgeblich beeinflussen. Die Regierung will deswegen ab 2024 den Heizungsaustausch forcieren.
Foto: dpaBerlin. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert Nachbesserungen bei der von der Bundesregierung geplanten Pflicht zum Einbau klimafreundlicherer Heizungen. Es sei zwar gut, dass die Regierung den Anteil der erneuerbaren Energien bei neuen Heizungen erhöhen wolle. „Am Ende sind es aber die Verbraucherinnen und Verbraucher, die die neuen Heizungen einbauen oder sich an Wärmenetze anschließen lassen und das auch bezahlen müssen“, sagte der Energieexperte des Verbands, Thomas Engelke, dem Handelsblatt. „Umso bedauerlicher, dass ihre Interessen im Konzept der Bundesregierung zu kurz kommen.“
Laut Regierungsplänen sollen ab 2024 möglichst nur noch solche Heizungen neu eingebaut werden dürfen, die zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Das soll dazu beitragen, dass Deutschland seine Klimaziele erreicht und unabhängig von Gasimporten etwa aus Russland wird. Wie das gelingen soll, skizzieren das Wirtschafts- und das Bauministerium in einem gemeinsamen Konzeptionspapier. Doch das lässt einige Fragen offen, und die könnten Verbraucher teuer zu stehen kommen.
In dem Konzeptionspapier ist von zwei Modellen mit sechs möglichen Heizungssystemen als Ersatz für fossile Heizsysteme die Rede: dem Anschluss an ein Wärmenetz, dem Einbau einer elektrischen Wärmepumpe, einer Biomasseheizung (in vielen Fällen sind das Heizungen, die mit Holzpellets, Hackschnitzel oder Holzscheiten befeuert werden), einer Gasheizung mit grünen Gasen (Biomethan oder grünem Wasserstoff), einer Hybrid- oder einer Stromdirektheizung.