Portfoliomanager-Umfrage: Fondsmanager sind für den Aktienmarkt so pessimistisch wie nie
Die monatliche Umfrage findet ist in Finanzkreisen eine wichtige Orientierungshilfe.
Foto: ReutersDüsseldorf. Die Stimmung unter den Profiinvestoren wird immer schlechter. Die Aktienquote ist aktuell so niedrig wie nie, gleichzeitig sind die Bargeldquoten historisch hoch. Das geht aus der monatlichen Umfrage der Bank of America (BofA) hervor.
Demnach sagen netto 52 Prozent der institutionellen Anleger, dass sie Aktien aktuell untergewichten. Das ist ebenso ein Rekordwert wie die netto 62 Prozent, die Bargeld übergewichten. Grund dafür sind die Sorgen vor einer Rezession. „Netto“ heißt in der Terminologie der Umfrage: Es gibt 62 Prozent mehr Investoren, die Bargeld übergewichten, als solche, die das nicht tun.
Die Zahl der Anleger, die eine Rezession erwarten, hat den höchsten Stand seit Mai 2020 erreicht, schrieben die BofA-Analysten um Michael Hartnett in einer Notiz am Dienstag. Mittlerweile erwarten netto 92 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass die Unternehmensgewinne im kommenden Jahr sinken werden. Deswegen gehen so wenige Investoren wie nie überdurchschnittlich große Risiken ein.
Für die Erhebung befragte die BofA in der Woche bis zum 8. September 212 institutionelle Investoren, die zusammen über 616 Milliarden Dollar an Anlegergeldern verwalten. Die Umfrage ist die bedeutendste unter Fondsmanagern.