Studie: Zahl der Digital-Health-Start-ups in NRW wächst stark
Digital Health Start-ups schätzen den Standort Nordrhein-Westfalen.
Foto: dpaEine medizinische Karriereplattform aus Bielefeld, eine Apotheken-Botendienst-Software aus Winterberg, eine Schwangerschafts-App aus Köln: Etwa 120 Digital-Health-Start-ups in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat eine aktuelle Studie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) identifiziert. Das entspricht im Vergleich zu einer ähnlichen Zählung vor zwei Jahren einem Zuwachs um 50 Prozent. „Es ist ein Feld mit viel Potenzial und vielen Aktivitäten, dass aber sicher noch davon profitieren könnte, wenn man spezifische Strukturen aufbaut“, sagt Sebastian Merkel, Studienautor und Juniorprofessor für Gesundheit und E-Health an der RUB.
Denn ein buntes Durcheinander herrscht nicht nur bei den Start-ups selbst, sondern auch bei den Angeboten für die Szene: Zum einen gibt es in NRW allgemeine Förderprogramme wie das Gründerstipendium, das einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten junger Unternehmer bietet. Das frisch aufgelegte Scale-up-Programm zielt auf Start-ups ab, die sich bereits in der Wachstumsphase befinden. Die Dermatologie-App Dermanostic aus Düsseldorf gehört zu den Teilnehmern des Scale-up-Programms.
Zum anderen gibt es auch spezifische Instrumente für den Digital-Health-Bereich: Die Bochumer Ruhr-Uni hat mit „Health+“ einen eigenen Inkubator für Ideen aus der Wissenschaft eingerichtet. Dazu kommen etwa vom Land geförderte Beratungszuschüsse für Medizintechnik-Start-ups oder ein Gemeinschaftsstand auf der Leitmesse Medica.