Stromspeicher: Dieses Start-up will mit Kohlenstoff-Batterien den Bergbau grüner machen
Im Bergbau transportieren Muldenkipper bis zu 100 Tonnen an Rohstoffen pro Fahrt.
Foto: BloombergDüsseldorf. Das deutsch-estnische Start-up Skeleton Technologies hat seinen ersten Großauftrag vom Ölkonzern Shell erhalten. Mit Skeletons „Superbatterie“ will der Ölkonzern Fahrzeuge in der Bergbausparte aufrüsten. Die Technologie, die aktuell in Bussen und Lkw getestet wird, soll Energie möglichst schnell speichern und das Fahrzeug in kurzer Zeit wieder beschleunigen.
Im Rahmen des Projekts werden Muldenkipper, die in einer Fahrt bis zu 100 Tonnen Material aus den Minen transportieren, mit der Batterie ausgestattet. „In den nächsten sieben Jahren stellt der Bergbausektor für uns einen der größten Märkte mit einer Umsatzmöglichkeit von rund 95 Milliarden Euro dar“, erklärt Skeleton-Chef Taavi Madiberk.
Grischa Sauerberg, Vize-Chef der Sparte Sektorale Dekarbonisierung und Innovation bei Shell, spricht von einer unumgänglichen Transformation: „Die Herausforderung der Dekarbonisierung ist enorm, aber nicht unüberwindbar.“ Die Kooperation zwischen dem Ölkonzern und dem Start-up Skeleton ist Teil von Shells „Charge On Innovation Challenge“.
Shell steht unter großem Druck von Öffentlichkeit und Investoren, seine CO2-Emissionen zu senken und stärker auf erneuerbare Energien zu setzen. Aktivisten werfen dem Konzern zudem umweltschädliche Produktionsmethoden vor. Das vor einem Jahr gestartete Projekt soll nun den Dieselantrieb ersetzen, der in Förderung und Transport von Bodenschätzen als Hauptverursacher von Abgasen gilt.