Ukraine-Krieg: Bomben auf ukrainische Energieversorgung: „Den Krieg wird Putin damit nicht gewinnen“
Das russische Militär attackiert vermehrt Kraftwerke und andere Ziele der zivilen Infrastruktur.
Foto: dpaDie russischen Streitkräfte müssen erobertes Gebiet in der Ukraine nach und nach wieder räumen. Wladimir Putin gelingt es nicht, deren militärische Lage zu verbessern. Er verfolgt nach allem Anschein eine Strategie, die darauf abzielt, die ukrainische Zivilbevölkerung zu treffen und – nach einem verbreiteten Sprachbild – „verbrannte Erde“ zu hinterlassen.
Bewusst werden Kraftwerke und andere Ziele der zivilen Infrastruktur zerstört, was für viele Ukrainer den Tod durch Erfrieren im Winter bedeuten könnte.
Zudem kursieren Drohungen, einen Staudamm zu sprengen, dessen Wasser mehrere Städte überfluten würde, sowie Warnungen vor dem Einsatz einer Atomwaffe oder einer schmutzigen Bombe. Wie kann die Ukraine sich schützen, was kann der Westen tun, und wie ist das Vorgehen völkerrechtlich zu beurteilen? Drei Experten analysieren die Lage.
Wie ist Putins Vorgehen einzuordnen?
Ralf Fücks ist Gründer der Denkfabrik Zentrum Moderne Liberale in Berlin. Seine Analyse: „Russland zerstört systematisch die Energieversorgung der Ukraine. Es greift Transportwege und Wasserwerke an und bombardiert Wohnquartiere.
„Im russischen Staatsfernsehen wird dazu aufgerufen, den widerspenstigen Ukrainern die Lebensgrundlagen zu entziehen. Die Eskalation der Gewalt soll den Widerstandsgeist der Ukrainer brechen und sie zur Unterwerfung zwingen. Die Drohung mit Atomwaffen gehört zu dieser Strategie“, sagt Fücks.