Kryptobörse: FTX rät Nutzern, App und Webseite nicht zu benutzen
Die Kryptobörse FTX stand zuletzt stark unter Druck.
Foto: IMAGO/ZoonarDenver. Neuer Ärger bei der insolventen Kryptobörse FTX: Unbekannte haben am Wochenende offenbar Kryptowährungen im Wert von mehr als 600 Millionen Dollar abgezogen, wie aus Berechnungen des Analysehauses Nansen hervorgeht. FTX bestätigte über Twitter, dass es „Unregelmäßigkeiten“ bei Bewegungen zwischen digitalen Wallets gegeben habe, in denen Kryptowährungen gehalten werden.
Wenige Stunden später kündigte die Börse an, aufgrund von „unregelmäßigen Transaktionen“ alle Kryptowährungen in sogenannte kalte Speicher übertragen zu haben, wo sie besser vor Zugriffen geschützt werden können.
Dabei soll es um Gelder sowohl aus dem amerikanischen als auch aus dem internationalen Geschäft gehen. „Es ist unklar, wer genau diese Transaktionen tätigt, aber man würde zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht solche Trades erwarten“, sagte der CEO der Analysefirma Nansen gegenüber Bloomberg.
Kryptobörse FTX rät, die App zu löschen und die Webseite nicht mehr zu nutzen
FTX spricht von einem Hack und riet Nutzern am Samstag dazu, die Apps der Börse zu löschen und die Webseite nicht mehr zu benutzen, um keine Trojaner herunterzuladen. Das sind versteckte Programme, die Daten stehlen und anderweitigen Schaden anrichten können. Die Kryptobörse Kraken teilte unterdessen mit, sie kenne die Identität des Hackers und arbeite mit den Ermittlungsbehörden zusammen.