Ukraine-Krieg: Wer gewinnt den Kampf gegen den Winter? „Für die russische Armee im Donbass wird es besonders hart“
In Europa bricht der Winter an und die Temperaturen fallen auch in der Ukraine.
Foto: dpaIn der hybriden Kriegsstrategie des russischen Präsidenten Wladimir Putins spielen die kommenden kalten Wintermonate in der Ukraine eine zentrale Rolle. Moskaus Raketen- und Drohnenangriffe haben mittlerweile 40 Prozent der ukrainischen Energieinfrastruktur zerstört.
Die Regierung in Kiew sieht sich deswegen gezwungen, zeitweise den Strom zu rationieren. Einen Zeitplan, wann die Lichter und Heizungen ausgehen, gibt es nicht mehr. Dunkelheit und Kälte soll die Menschen mürbe machen und ihren Kriegswillen brechen – so die Idee der Russen.
„Am Sonntag hatten wir elf Stunden lang kein Licht“, klagt ein Bewohner Kiews im Gespräch mit dem Tagesspiegel. „Aber das ist nicht das Schlimmste. In der Wohnung sind es nur noch 15 Grad. Von Zeit zu Zeit schalten wir den Gasbrenner ein, um unsere Hände zu wärmen.“
Wärmflaschen sind eine weitere gute Hilfe – aber ebenso wie Campingkocher und Kerzen inzwischen ein knappes Gut. Und was wird passieren, wenn die Außentemperatur unter Null sinkt? Die Zentralheizung in der Hauptstadt hängt direkt von der Stromversorgung ab.