Gasversorgung: Noch sind die Speicher gefüllt: Drei Gründe, warum sich die Energiekrise 2023 verschärfen könnte
Die deutschen Gasspeicher sind derzeit gut gefüllt.
Foto: dpaBerlin. Seit Monaten hat die Bundesnetzagentur fast nur eine Botschaft für die Wirtschaft und für die Bürgerinnen und Bürger: Gas sparen, wo es nur möglich ist. Auf allgemeine Appelle folgte der Aufruf, Heizungen checken zu lassen und weniger zu duschen.
Mittlerweile informiert zusätzlich ein Krisen-Dashboard auf der Website der Agentur tagesaktuell über Gasspeicherfüllstände, Gasimporte und den Gasverbrauch im Land. Und zumindest für diesen Winter geben die Daten Anlass zum Optimismus.
Die deutschen Gasspeicher sind durchschnittlich zu 98,6 Prozent gefüllt. Ein Gas-Blackout in Form kalter Heizungen, den die Regierung und Experten zweitweise befürchteten, wird dadurch zu einem immer unwahrscheinlicheren Szenario. Auch, weil wie erhofft kräftig gespart wird.
In der gesamten EU liegt die Füllquote der Speicher bei 95 Prozent und damit fünf Prozentpunkte höher als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Besonders der Gasverbrauch ist um rund ein Fünftel gesunken.
Ist die Gaskrise also bereits überwunden? Leider nein, denn für das kommende Jahr rechnen Experten erneut mit großen Schwierigkeiten, was sich auf mehrere Faktoren zurückzuführen lässt.