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+++ EZB-Liveblog +++Lagarde sieht „langen Kampf gegen die Inflation“: EZB stellt die Märkte auf weitere Zinsschritte ein

Die EZB erhöht die Zinsen um 0,5 Prozentpunkte und lässt 2023 weitere solcher Schritte folgen. Auch der Abbau der Bilanz beginnt. Die Pressekonferenz mit Präsidentin Lagarde zum Nachlesen.Leonidas Exuzidis und Jan Mallien 15.12.2022 - 16:11 Uhr Artikel anhören
15.12.2022 – 13:35 Uhr Jan Mallien
Die wichtigsten geldpolitischen Beschlüsse der Dezember-Sitzung der EZB:

  • Der Leitzins im Euro-Raum steigt um 0,5 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent.
  • Der Einlagenzins liegt fortan bei 2,0 Prozent.
  • Ab März 2023 beginnt die EZB mit dem Abbau ihres Anleihebestands, indem sie auslaufende Papiere aus ihrem Bestand im Umfang von monatlich 15 Milliarden Euro aus dem älteren APP-Programm nicht mehr ersetzt.
15.12.2022 – 13:36 Uhr Leonidas Exuzidis

Die Pressekonferenz mit Christine Lagarde können Sie nachträglich im Video verfolgen.

15.12.2022 – 14:59 Uhr Leonidas Exuzidis
Wir bedanken uns für Ihr Interesse und wünschen noch einen schönen Tag.
15.12.2022 – 14:58 Uhr Leonidas Exuzidis
Eine ereignisreiche Pressekonferenz ist zu Ende. Christine Lagarde hat die Marktteilnehmer erneut auf weitere Zinsschritte eingestimmt. Auf Grundlage der aktuellen Datenlage sei mit weiteren Erhöhungen um jeweils 50 Basispunkte zu rechnen. Lagarde sprach mehrfach von Zinsschritten, die "significantly at a steady pace" durchgeführt werden.

Einen Zeitplan, wann das Ende des Erhöhungszyklus erreicht ist, gibt es nicht. Allerdings dürften die Zinsen für längere Zeit im restriktiven Bereich bleiben, also auf einem Niveau, das die Wirtschaft bremst. Dies sei unausweichlich, um die Inflation wieder in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels zu drücken. 

Außerdem beginnt die Notenbank ab März damit, dem Markt aktiv Liquidität zu entziehen. Dann werden auslaufende Anleihen aus dem APP-Programm im Volumen von monatlich 15 Milliarden Euro nicht mehr ersetzt.

Die negativen Effekte für die ohnehin belastete Konjunktur zeigen sich in den reduzierten Wachstumsaussichten für das Jahr 2023. Für 2024 und 2025 erwartet die EZB jedoch robustes Wachstum von 1,8 bzw. 1,9 Prozent. 

15.12.2022 – 14:49 Uhr Leonidas Exuzidis
Die nächste Sitzung des EZB-Rats steht am 2. Februar auf dem Programm.
15.12.2022 – 14:48 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Pressekonferenz mit Christine Lagarde ist beendet.
15.12.2022 – 14:46 Uhr Leonidas Exuzidis
Handelsblatt-Redakteur Jan Mallien erkennt in den Äußerungen von Lagarde eine Art "Forward Guidance". Dieses Instrument, mit dem die EZB lange die Markterwartungen über das künftige Zinsniveau steuerte, hat die Notenbank eigentlich begraben. Lagarde antwortet, dass man weiter datenabhängig entscheiden wolle. Jedoch sei klar, dass weitere Anhebungen notwendig seien, um die Inflation zu drücken. Unter aktuellen Umständen seien Schritte von 50 Basispunkten das richtige Mittel. Man könne aber noch nicht sagen, wie viele Anhebungen noch nötig seien.
15.12.2022 – 14:38 Uhr Leonidas Exuzidis
Eine Frage bezieht sich auf den Vergleich zur Fed. Lagarde bekräftigt: Der Zyklus an Zinserhöhungen sei noch nicht an einem Hochpunkt angekommen, weitere Erhöhungen seien nötig. Der nun gewählte Umfang von 50 Basispunkten sei kein Signal dafür, dass die EZB das Tempo rausnehme.
15.12.2022 – 14:32 Uhr Leonidas Exuzidis
Lebensmittel und Energie dürften sich in den kommenden Monaten weiter verteuern, sagt Lagarde. Deshalb habe man die Wachstumsaussichten für 2023 nach unten korrigieren müssen.
15.12.2022 – 14:29 Uhr Leonidas Exuzidis
Ein Journalist fragt nach den Wachstumsaussichten. Für 2023 erwartet die EZB weniger Wachstum, für 2024 sind die Aussichten jedoch recht stabil. Lagarde verweist auf die Entspannung bei Lieferengpässen sowie auf den starken Arbeitsmarkt. Ein Fragezeichen stehe hinter der Entwicklung der Energiepreise.

15.12.2022 – 14:31 Uhr Leonidas Exuzidis
We have more ground to cover. We are in this long game.
Christine Lagarde über weitere Zinserhöhungen.
15.12.2022 – 14:25 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde wiederholt ungewohnt deutlich, dass das Zinsniveau für längere Zeit im restriktiven Bereich bleiben werde. 
15.12.2022 – 14:23 Uhr Leonidas Exuzidis
Eine Frage bezieht sich darauf, ob auch eine Erhöhung um 75 Basispunkte im Rat diskutiert worden sei. Lagarde antwortet, es habe allgemeinen Konsens gegeben, dass man die Inflation bekämpfen müsse. Sie gibt jedoch implizit zu, dass es Uneinigkeit gegeben habe, also dass ein Teil des Rates eine Anhebung um 0,75 Prozentpunkte favorisiert hat.
15.12.2022 – 14:20 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Aussicht auf weitere, strikte Zinserhöhungen setzt dem deutschen Aktienmarkt massiv zu. Der Dax fällt am Nachmittag um 2,8 Prozent, beziehungsweise 400 Punkte, und nähert sich der Marke von 14.000 Punkten.
15.12.2022 – 14:19 Uhr Leonidas Exuzidis

Ein Journalist fragt nach der "terminal rate", also dem Niveau, bis zu dem die Notenbank die Zinsen anhebt. Liege diese Rate bei drei Prozent? Lagarde deutet an, dass die EZB über dieses Niveau gehen wird, um das Zwei-Prozent-Ziel bei der Inflation zu erreichen. Der Markt müsse seine Erwartungen daran anpassen.

More needs to be done
Christine Lagarde
15.12.2022 – 14:15 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde skizziert noch einmal die wichtigsten Details für den Abbau der Bilanz: Zum einen beginne der Abbau im März 2023. Zum anderen habe die EZB ein Niveau von monatlich 15 Milliarden Euro an Anleihen aus dem APP-Programm festgelegt, die künftig nicht mehr ersetzt werden.

Der Bilanzabbau, im Fachjargon als quantitative tightening bekannt, sei in Einklang mit der Zinsstrategie.
15.12.2022 – 14:11 Uhr Leonidas Exuzidis
Eine Journalistin fragt, ob weitere Anhebungen um 50 Basispunkte nun wahrscheinlich seien. Lagarde verweist darauf, dass die Erhöhungen "significantly at a steady pace" bleiben werden. Sie erklärt indirekt, dass dieser Umfang wohl auch bei weiteren Erhöhungen gewählt wird. Noch seien weitere Zinsschritte nötig, betont sie.
15.12.2022 – 14:09 Uhr Leonidas Exuzidis
Nun stellen die Journalisten ihre Fragen. 
15.12.2022 – 14:09 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde gibt eine kurze Zusammenfassung. Sie erklärt erneut die geldpolitischen Beschlüsse und betont, dass die Zinsen auch im neuen Jahr weiter steigen werden. Über den Umfang weiterer Anhebungen macht sie (noch) keine Angaben. Das Zinsniveau werde aber im restriktiven Bereich liegen. Sie wiederholt, wie schon bei den vergangenen Sitzungen, dass die weiteren Entscheidungen abhängig seien von der Datenlage. 
15.12.2022 – 14:05 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Vergabe von Unternehmenskrediten im Euro-Raum zeige sich trotz der höheren Finanzierungskosten robust, sagt Lagarde. Anders im Haushaltssektor: Bei Verbraucherkrediten sei ein Rückgang zu beobachten. 
15.12.2022 – 14:03 Uhr Leonidas Exuzidis
Bezüglich der Risiken für die Konjunktur wiederholt Lagarde erneut, dass der Ukrainekrieg die größte Gefahr für das weitere Wachstum ist. Weiterhin gelte, dass die Risiken für die Inflation – besonders auf kurze Sicht – auf der Oberseite liegen.
15.12.2022 – 14:01 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde geht nochmal auf die jüngste Inflationsentwicklung ein. Die jüngsten fiskalischen Maßnahmen, die Haushalte entlasten sollen angesichts hoher Energiepreise, dürften den Preisdruck kurzfristig weiter senken, ihn mittelfristig jedoch erhöhen, wenn sie auslaufen. Bei den Lieferkettenengpässen zeichne sich eine weitere Entspannung ab.
15.12.2022 – 13:58 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Notenbankchefin mahnt zu moderaten fiskalischen Maßnahmen, da diese bei falscher Ausgestaltung des Preisdruck verstärken und eine stärkere Reaktion der Geldpolitik erforderlich machen.
15.12.2022 – 13:57 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde spricht über die robuste Entwicklung des Arbeitsmarktes. Die Arbeitslosenquote liegt auf einem historisch tiefen Niveau. Das jedoch schürt die Sorge vor einer Lohn-Preis-Spirale, bei der sich beide Faktoren gegenseitig verstärken.
15.12.2022 – 13:53 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde erklärt, dass der jüngste Rückgang der Inflation darauf zurückzuführen ist, dass sich der Preisdruck für Energie leicht abgeschwächt hat.
15.12.2022 – 13:52 Uhr Leonidas Exuzidis
Die EZB erwartet nun für das Jahr 2023 eine Inflationsrate von 6,3 Prozent (bisherige Prognose: 5,5 Prozent). 2024 dürfte die Teuerungsrate sinken auf 3,4 Prozent (2,4). Für 2025 liegt die Prognose bei 2,3 Prozent. 

Die Prognose für die Kerninflation – hier werden schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel ausgeklammert – liegt bei 4,2 Prozent für 2023, 2,8 Prozent für 2024 sowie 2,4 Prozent für 2025.

Auch die Wachstumsaussichten haben sich abgeschwächt. Die Wirtschaft dürfte 2023 um 0,5 Prozent wachsen, erwartet die EZB. Bislang war sie von 0,9 Prozent ausgegangen. 2024 sollen es 1,9 Prozent Wachstum sein (1,8) sowie 1,8 Prozent in 2025.

Frankfurt, Düsseldorf.

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