Carrier Global: Das ist der US-Konzern, der Viessmann kauft
Das US-Unternehmen gilt als Begründer der modernen Klimaanlage.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Der Name Carrier Global ist in Deutschland eher in Fachkreisen bekannt – mit dem Kauf des hessischen Heizungsspezialisten Viessmann ist er plötzlich in aller Munde. Dabei ist das vor rund 100 Jahren gegründete US-Unternehmen mit Sitz in Florida weltweit einer der größten Hersteller von Klimaanlagen und Heizsystemen.
Im vergangenen Jahr machte der börsennotierte Konzern einen Gesamtumsatz von mehr als 20 Milliarden US-Dollar in 160 Ländern. Weltweit beschäftigt Carrier 52.000 Mitarbeitende. „Die Übernahme von Viessmann Climate Solutions ist eine bahnbrechende Chance“, sagte David Gitlin, Chairman und CEO von Carrier, am Dienstag zu dem Milliarden-Deal.
Durch den Kauf besiegelt Carrier gleichzeitig den Ausstieg aus dem Traditionsgeschäft mit Brandschutz und Sicherheit. Darunter fallen unter anderem Produktion und Verkauf von Feuermeldern, Kohlenmonoxid-Warngeräten oder Sprenklersystemen. Das Segment machte bislang fast 20 Prozent des operativen Gewinns aus. Im vergangenen Jahr verdiente Carrier insgesamt 2,8 Milliarden US-Dollar. 541 Millionen Dollar steuerte „Fire & Security“ bei.
„Die jüngsten strategischen Maßnahmen haben unser Unternehmen auf die wichtigsten Megatrends ausgerichtet, die sich auf die Heizungs- und Kühlungsbranche auswirken, darunter die Bewältigung des Klimawandels und die Erreichung der Netto-Null-Emissionsziele“, ist Gitlin überzeugt.