Bankenkrise: JP Morgan übernimmt First Republic Bank
Die Regionalbank wird der FDIC unterstellt und dann direkt weiterverkauft.
Foto: BloombergDenver, Frankfurt. Die krisengebeutelte First Republic Bank wird von der größten US-Bank JP Morgan Chase, übernommen. Das teilte das Wall-Street-Institut am frühen Montagmorgen mit. JP Morgan übernehme alle Einlagen, einschließlich der nicht versicherten, und „im Wesentlichen alle Vermögenswerte“ der Bank, heißt es in dem Statement.
First Republic war kurz zuvor der US-Einlagensicherung FDIC unterstellt worden und wurde anschließend zu großen Teilen direkt an JP Morgan weiterverkauft. Ein Teil der entstehenden Verluste werde die FDIC übernehmen, vor allem für Häuserkredite und Gewerbeimmobilien, teilte JP Morgan weiter mit.
Der Zusammenbruch der First Republic ist die zweitgrößte Bankenpleite in der Geschichte der USA. Nach Angaben der Bank hatte die First Republic Bank Vermögenswerte von rund 230 Milliarden Dollar (etwa 208 Milliarden Euro) und Einlagen in Höhe von etwa 92 Milliarden Dollar. Darin enthalten waren auch die 30 Milliarden Dollar, die elf US-Banken im März bei der First Republic geparkt hatten, um die Bank zu stützen. Diese sollen laut JP Morgan zurückgezahlt werden.