100 Jahre Disney: Mit diesen Problemen kämpft Disney zum 100. Geburtstag
Disney feiert sein 100-jähriges Bestehen, muss aber viele Probleme lösen.
Foto: imago images/UPI PhotoNew York, Düsseldorf. Der weltgrößte Unterhaltungskonzern Disney hat den Zorn der Politik auf sich gezogen. Floridas Gouverneur Ron DeSantis will Disney die Steuerprivilegien für seine Freizeitparks in Florida streichen, die der Konzern seit den 1970er-Jahren genießt. Grund dafür ist ein neues Gesetz im Bundesstaat, das Schulunterricht über Sexualität und Geschlechtsidentität einschränkt. Disney hatte das Vorhaben kritisiert.
„Mein Job ist es nicht, vor irgendeinem woken Konzern in die Knie zu gehen, sondern Kinder zu beschützen“, wetterte DeSantis zuletzt. Das Wort „woke“ wird in konservativen Kreisen oft als Schimpfwort gegen jene benutzt, die sich gegen Diskriminierung engagieren.
So wie es Disney aus Sicht von DeSantis tut: Wenn Ende Mai die Neuauflage des Klassikers „Die kleine Meerjungfrau“ auf die Leinwand kommt, ist die Hauptdarstellerin erstmals dunkelhäutig. Das hatte unter den amerikanischen Rechten für Kritik gesorgt.
Solche Angriffe ist Disney nicht gewohnt. Und der Kampf mit dem kommenden Präsidentschaftskandidaten DeSantis ist nicht das einzige Problem des schwächelnden Mickymaus-Imperiums: Ein riesiger Schuldenberg belastet Disney, der Konzern ringt mit der Konkurrenz und aktivistischen Anlegern. Die Aktie stieg dieses Jahr zwar um gut 13 Prozent auf über 101 Dollar, ist aber noch weit von dem 197-Dollar-Hoch aus dem Frühjahr 2021 entfernt.