Märkte-Insight: Erschüttertes Vertrauen in die digitalen Währungen

Regierungen und Aufseher versuchen, ihre Bürger besser vor Kryptospekulationen zu schützen. Gründe dafür gibt es ausreichend
Foto: All Mauritius Images TravelDer Donnerstag, der in weiten Teilen Deutschlands ein Feiertag war, präsentierte sich den Anlegern von zwei Seiten. Zum einen dümpelten am Aktienmarkt die Kurse vor sich hin. Der deutsche Leitindex Dax kämpfte sich an der viel beachteten Marke von 16.000 Punkten ab. Den relativ umsatzarmen Handel beendete das Börsenbarometer mit einem leichten Plus von 0,18 Prozent bei 15.989 Punkten.
Zum anderen sorgte der Kryptosektor für Aufregung. Bitcoin und Ether, die beiden größten Kryptowährungen, lagen zwar nach einem deutlichen Kursrutsch und teilweiser Erholung in den vergangenen Tagen am späten Donnerstag leicht im Plus. Aber die schlechten Nachrichten, zum Teil schon in den Kursen eingepreist, reißen nicht ab.
Jetzt wurde bekannt, dass in Großbritannien, wo Kryptoanlagen immer beliebter werden, eine neue Regel eingeführt wird, die unbedachte Käufe verhindern soll: Ab Oktober müssen Anleger laut einer neuen Vorschrift der Finanzaufsicht FCA nach Eröffnung eines Depots 24 Stunden warten, bevor sie mit dem Handel loslegen dürfen. Auch Bonuszahlungen an Kunden, die einen Anbieter weiterempfehlen, werden verboten.