Neuemissionen: Erneuter Rückgang am IPO-Markt – mit einer Ausnahme
Experten hoffen auf mehr Börsengänge in den Jahren 2024 und 2025.
Foto: APFrankfurt. In Europa wagen immer weniger Unternehmen den Schritt an die Börse. Auch im zweiten Quartal dieses Jahres hat sich noch keine durchgreifende Besserung ergeben. Die Vorstände in den Unternehmen warten angesichts der geopolitischen und konjunkturellen Unsicherheiten weiterhin ab.
Insgesamt wagten im zweiten Quartal weltweit 310 Unternehmen einen Börsengang – das waren drei Prozent weniger als im ebenfalls eher schwachen Vorjahresquartal. Auch das Emissionsvolumen schrumpfte weiter: Um fünf Prozent auf 39,0 Milliarden Dollar, geht aus dem IPO-Barometer des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY hervor. Das Kürzel IPO steht für Initial Public Offering, also die Neuemission von Aktien.
Weltweit war die Entwicklung sehr unterschiedlich. In China ging es bei der Zahl der IPOs um 28 Prozent und beim Emissionsvolumen um zehn Prozent aufwärts.
In Europa sind Unternehmen weniger optimistisch: Die Zahl der Börsengänge sank um 27 Prozent auf 33 IPOs. Das Emissionsvolumen kletterte aber um 58 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar.
In Deutschland startete die Thyssen-Krupp-Wasserstofftochter Nucera vor wenigen Tagen ihren IPO – der Börsengang soll Nucera zwischen 500 und 566 Millionen Euro einbringen. Die Papiere können bis zum 5. Juli gezeichnet werden, am 7. Juli soll das Unternehmen sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern. In der EY-Statistik ist der Deal nicht enthalten, weil die Erstnotiz im dritten Quartal liegt.