Immobilien-Start-up: McMakler halbiert Bewertung in neuer Finanzierungsrunde
Das Berliner Proptech ist noch 400 Millionen Euro wert.
Foto: PressefotoZürich. Frankfurt. Berlin. Das Berliner Start-up McMakler zollt dem Einbruch am Immobilienmarkt Tribut. Zwar konnte das Unternehmen bei Investoren 20 Millionen Euro an Kapital einsammeln, musste dafür aber Firmen- und Investorenkreisen zufolge eine Abwertung in Kauf nehmen. Mehreren mit der Finanzierungsrunde vertrauten Personen zufolge halbierte sich der Firmenwert bei der jüngsten Runde auf rund 400 Millionen Euro.
Anfang 2022 hatte McMakler zuletzt Investorengelder erhalten. Damals wurden 50 Millionen Euro zu einer Bewertung von 800 Millionen Euro in die Kasse gespült. Der Status des Einhorns schien in greifbarer Nähe. So werden Start-ups mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Euro genannt.
McMakler reiht sich in die Reihe von Start-ups ein, die im derzeitigen Umfeld Dämpfer hinnehmen müssen. Während sich die Jungunternehmen in den Boomjahren 2020 und 2021 kaum vor Investorengeld retten konnten und dabei hohe Firmenwerte erzielten, hat sich die Situation seit vergangenem Jahr verändert.
Investoren haben bei den gestiegenen Zinsen wieder viele Alternativen zum Investieren. Wenn sie Start-ups Geld geben, orientieren sie sich an den gefallenen Bewertungen gelisteter Wettbewerber und setzen sogenannte Downrounds durch, also niedrigere Firmenbewertungen. Alternativ lassen sie sich Rechte geben, die ihnen im Fall eines späteren Verkaufs oder Börsengangs eine Bevorzugung gegenüber anderen Investoren garantieren, sogenannte Liquidationspräferenzen.