Anschlussfinanzierung: So können Sie die monatliche Belastung reduzieren
Wer vor zehn Jahren ein Haus oder eine Wohnung gekauft hat, muss sich nun um die Anschlussfinanzierung kümmern.
Foto: mauritius imagesMünchen, Frankfurt. Wie teuer wird es, wenn ich meinen Kredit verlängern muss, aber die Zinsen deutlich höher sind? Eine unangenehme Frage, die sich vor allem Menschen stellen, die in den Jahren 2014 und 2015 eine Immobilie gekauft haben und es – wie hierzulande üblich – über einen Kredit mit zehn Jahren Zinsbindung finanziert haben.
Im Jahr 2014 lag der durchschnittliche Zins für einen Immobilienkredit bei 2,2 bis 2,7 Prozent, ein Jahr später bei 1,3 bis 1,7 Prozent. Heute zahlen Kreditnehmer teils mehr als das Doppelte oder Dreifache.
Sebastian Eraghi, Deutschlandchef des Schweizer Maklers Neho, rechnet damit, dass manche Eigentümer wegen der deutlich höheren Kosten einer Anschlussfinanzierung ihre Immobilie nicht mehr halten können. So weit geht Max Herbst von der FMH-Finanzberatung nicht, aber er sagt: „Wovon sich etliche Eigentümer wohl verabschieden müssen, ist die Idee, bis zur Rente schuldenfrei zu sein.“ Was sollten Betroffene also tun? Das Handelsblatt hat nachgerechnet.
Laut Bundesbank werden jedes Jahr Immobilienkredite im Wert von etwa 88 Milliarden Euro fällig. Genaue Zahlen dazu, wie lang ihre Zinsbindung war, gibt es nicht. Aber unstrittig ist, dass viele von ihnen eine Anschlussfinanzierung brauchen – Max Herbst vermutet sogar: mindestens die Hälfte.