Kommentar: Kurse lügen nie – auch nicht bei dem Dax-Konzern Siemens Energy?

In den vergangenen Jahren gab Gamesa immer wieder Gewinnwarnungen ab und zog damit den ganzen Konzern in die Verlustzone.
Foto: ReutersSage niemand, im Dax tummeln sich nur Langweiler aus den guten alten Zeiten, die einigermaßen verlässliche Erträge und Dividenden bieten. Also Aktien wie BASF, Deutsche Telekom und Siemens. Es geht auch anders. Fast ein Dutzend Gewinnwarnungen seit dem Börsengang im Jahr 2020: Das schaffte Siemens Energy und sonst niemand.
Erstaunlich ist, dass die Aktie nach den vielen Schreckensnachrichten kaum schwächer notiert als vor der ersten Hiobsbotschaft im Jahr 2020. Ob es seitdem sieben, acht oder gar neun weitere gab, darüber mag man streiten. Nicht immer ist bei einer zeitlich so dichten Abfolge sicher, ob eine weitere Gewinnwarnung vielleicht nur eine Ergänzung zur vorherigen ist ober bereits eine neue.
Fakt ist, dass sich Siemens Energy mit der spanischen Windkrafttochter Gamesa eine Giftpille eingekauft hat, die immer neue und noch größere Qualitätsprobleme offenbart, darunter den Ausfall von Turbinenteilen. Deshalb kommt es zu der Gewinnwarnungs-Orgie. Gamesa erwirtschaftet für die Muttergesellschaft immer höhere Verluste und Abschreibungen – und ein Ende ist nicht in Sicht.