Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US-Börsen schließen ins Minus – Anleger greifen zur Cisco-Aktie
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersFrankfurt. Die Unsicherheit angesichts der künftigen Geldpolitik der US-Notenbank Fed macht die Anleger an der Wall Street nervös. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte baute seine Gewinne vom Handelsstart am Donnerstag wieder ab und schloss 0,8 Prozent tiefer auf 34.474 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 1,2 Prozent auf 13.316 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,8 Prozent auf 4370 Punkte ein.
Laut den Mitschriften der Fed-Zinssitzung im Juli, die am Mittwoch nach Börsenschluss in Europa veröffentlicht wurden, räumten die meisten Entscheidungsträger der Inflationsbekämpfung weiterhin Priorität ein. Einige Teilnehmer wiesen auf die Risiken für die Wirtschaft hin. Die Fed versucht, mit Zinserhöhungen die Teuerungsrate zu bremsen, ohne die Konjunktur abzuwürgen.
„Das Protokoll wirkt sehr veraltet. Es ist von einer allmählichen Verlangsamung der US-Wirtschaft die Rede, aber wenn man sich die Daten ansieht, befinden wir uns noch nicht einmal in einer Verlangsamung“, sagte Samy Chaar, Chefökonom der Schweizer Privatbank Lombard Odier.
Daher sorgten auch die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA für schlechte Stimmung. Die Fed will in ihrem Kampf gegen die Inflation mit Zinserhöhungen auch den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abkühlen. Dabei sinkt die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. In der vergangenen Woche stellten 239.000 US-Bürger einen Antrag auf staatliche Hilfe, in der Woche zuvor waren es 248.000.