Geldanlage: Inflation wird von 39 Prozent der Deutschen ignoriert
39 Prozent der Deutschen haben ihr Geld aktuell ausschließlich auf dem Girokonto liegen.
Foto: Westend61/Getty ImagesDüsseldorf. Deutsche Sparerinnen und Sparer leiden unter der aktuell hohen Inflation: Ihr Vermögen verliert konstant an Wert. Im August lag die Teuerungsrate in Deutschland im Jahresvergleich bei 6,1 Prozent. Damit überschreitet sie seit fast zweieinhalb Jahren den Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent. Doch viele Anlegerinnen und Anleger ignorieren diese Entwicklung. Das zeigt eine Yougov-Umfrage im Auftrag der Openbank, die dem Handelsblatt vorab vorliegt.
Demnach haben 39 Prozent der Deutschen ihr Geld aktuell ausschließlich auf dem Girokonto liegen. Bei den Frauen ist dieser Wert mit 46 Prozent sogar noch deutlicher höher, wohingegen es bei den Männern 33 Prozent sind.
Das Girokonto ist die Grundlage für den alltäglichen Zahlungsverkehr. Für Sparer gilt diese Kontoform dagegen als schlechteste Wahl: Wer sein Geld auf dem Girokonto lässt, erhält nur noch in Ausnahmefällen überhaupt Zinsen. Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW warnt daher: „Falls das Geld gänzlich unverzinst auf dem Girokonto liegen bleibt, wird die Geldentwertung durch die Inflation nicht einmal teilweise ausgeglichen.“