Neuemission: Panzer-Zulieferer Renk sagt Börsengang ab
Der Börsengang ist auf unbestimmte Zeit verschoben.
Foto: RenkFrankfurt. Der Augsburger Panzergetriebe-Hersteller Renk kehrt doch nicht an die Börse zurück. Am Donnerstag sollten die Aktien erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt werden. Doch am späten Mittwochabend verschoben Renk und sein Eigentümer, der Finanzinvestor Triton, die Emission auf unbestimmte Zeit. „In den letzten Tagen hat sich das Marktumfeld spürbar eingetrübt“, begründete Renk die kurzfristige Absage. Es werde geprüft, den Börsengang zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.
Dass die Nachfrage nach den Renk-Papieren nicht überbordete, hatte sich bereits abgezeichnet. Die begleitenden Investmentbanken hatten Investoren am Mittwoch 15 Euro als voraussichtlichen Ausgabepreis genannt, das untere Ende der bis 18 Euro reichenden Preisspanne.
Auf diesem Niveau sei die Emission „vielfach überzeichnet“, hatte es geheißen. Das ehemals zu MAN gehörende Unternehmen wäre zum avisierten Preis mit 1,5 Milliarden Euro bewertet worden – das ist mehr als das Doppelte des Preises, den Triton Anfang 2020 gezahlt hatte, aber ein deutlicher Abschlag zur Bewertung anderer Rüstungszulieferer.
Die Absage des Börsengangs hing nach Aussagen von Banken, die die Emission begleiteten, allen voran an der Entwicklung des für Renk wichtigsten Vergleichsunternehmens, der des Rüstungszulieferers Hensoldt. Dessen Papier hatte sich seit der Ankündigung des Börsengangs von Renk um etwa 18 Prozent verbilligt, ohne dass es bedeutende negative Nachrichten gab.