„Investment Grade“: Ratingagentur S&P sieht Griechenland wieder als anlagewürdig
Die Staatsverschuldung hat sich günstig entwickelt.
Foto: dpaBangalore. Die Ratingagentur S&P hat Griechenland das Prädikat „Investment Grade“ verliehen. Die Agentur stufte die Kreditwürdigkeit des südeuropäischen Landes hoch auf „BBB-“.
Der Ausblick sei stabil, teilte S&P am Freitagabend mit. Zuvor lag die Bewertung bei „BB+“ und damit im sogenannten Ramsch-Bereich mit hohem Ausfallrisiko.
Die Staatsverschuldung habe sich günstig entwickelt, begründete S&P die Hochstufung.
Griechenland war wegen der Schuldenkrise 2010 in den Ramsch-Bereich heruntergestuft worden.
„Wir sind entschlossen, unsere Reformagenda fortzusetzen“, erklärte der Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Freitagabend. Mit der Aufwertung würden Investitionen angezogen, Arbeitsplätze geschaffen und Wachstum ermöglicht, schrieb er auf der Plattform X (ehemals Twitter).
Die Euro-Länder und der Internationale Währungsfonds (IWF) hatten Griechenland insgesamt mehr als 260 Milliarden Euro geliehen. Im Gegenzug verpflichtete sich das am höchsten verschuldete Land der Euro-Zone zu Reformen und harten Sparmaßnahmen. 2018 kam Griechenland aus der Krise, blieb aber das einzige Land in der Euro-Zone mit „Ramsch“ -Status.
Die deutsche Ratingagentur Scope hatte Griechenland bereits Anfang August wieder als anlagewürdig eingestuft.