Handel: So stark haben sich Lebensmittel seit Beginn des Ukraine-Kriegs verteuert
Viele Alltagsprodukte sind dieses Jahr teurer geworden – anders als von Supermärkten suggeriert.
Foto: DigitalVision/Getty ImagesWas nach Vergünstigungen im großen Stil klingt, betrifft in Wahrheit nur einen Bruchteil des Sortiments. Tatsächlich sind im Lebensmitteleinzelhandel dieses Jahr nur 4,3 Prozent der Produkte günstiger geworden, zeigt eine Analyse der Preisvergleichs-App Smhaggle für das Handelsblatt. 54,1 Prozent des Sortiments sind sogar noch teurer als zu Jahresbeginn.
Die Preissenkungen fielen zudem nur moderat aus. „Die Preise wurden deutlich weniger gesenkt, als sie im Vorfeld gestiegen sind“, sagt Sven Reuter, Chef des Smhaggle-Betreibers My-Valueshopping. Der Rückgang liege meist nur bei 20 bis 50 Prozent des vorherigen Anstiegs.
So kostet Gouda-Scheibenkäse gerade im Schnitt 2,79 Euro. Das sind zwar 70 Cent weniger als im Herbst 2022, aber 80 Cent mehr als vor Ausbruch des Ukrainekriegs. Das entspricht einer Preiserhöhung von 40 Prozent. Auch Fusilli-Nudeln sind trotz Preisnachlässen gut ein Fünftel teurer als im Januar 2022.