Telepaxx Medical Data: Caroline Grau über den digitalen Wandel bei einem Software-Unternehmen
Um den Digitalisierungsprozess voranzubringen, stieg Caroline Grau vor zwei Jahren in die Geschäftsführung des Familienunternehmens ein, das ihr Vater Herbert Grau mitgegründet hat.
Foto: HandelsblattMünchen. Frühmorgens um halb zwei in der Notaufnahme. Zu wenige Ärzte arbeiten auf der Station. Im Flur warten Patienten unter Schmerzen auf ihre Diagnose. Das Personal macht Röntgenbilder, leitet diese über eine Schnittstelle an eine Künstliche Intelligenz (KI) weiter. Die KI erkennt Knochenbrüche und meldet sie. Die Folge: Ärzte wissen schneller, wen sie bei einer Behandlung priorisieren müssen.
So beschreibt Caroline Grau den Einsatz ihres Unternehmens mit einer Gesundheits-Cloud. Denn die Telepaxx Medical Data aus dem mittelfränkischen Büchenbach will die Schnittstelle für solche Fälle liefern. Das Unternehmen verwaltet unter anderem die Röntgenbilder von Kliniken und stellt sie auf Kundenwunsch einer KI zur Verfügung. Die Ergebnisse der KI gibt Telepaxx dann wieder an die Kunden zurück.
Der Mittelständler archiviert bereits seit der Gründung 1996 medizinische Bilddaten. Seit ein paar Jahren stellt Telepaxx sein Geschäftsmodell darauf um, Daten in der Cloud zu speichern und zu verwalten. Das Unternehmen hat aktuell 20 Mitarbeiter.
Um den Digitalisierungsprozess voranzubringen, stieg Caroline Grau vor zwei Jahren in die Geschäftsführung des Familienunternehmens ein, das ihr Vater Herbert Grau mitgegründet hat. Im Unternehmen traf sie auf teils alte Strukturen, erklärt sie. Grau führte beispielsweise eine neue Software für das Kundenbeziehungsmanagement ein. „Manchmal hat es gerumpelt, wenn man Prozesse anpasst, die viele Jahre gut funktioniert haben und jetzt einfach nicht mehr zeitgemäß sind“, sagt die Managerin.