Psychologische Betreuung: So wollen Mental-Health-Start-ups Krankenkassen überzeugen
Köln. Seit der Sendung läuft die Webseite heiß: „Es ist unglaublich, was eine TV-Ausstrahlung ausmachen kann“, sagt Sophie Schürmann. Die Psychologin war mit ihren Mitgründern Julia Maria Hautumm und Max Kirschning am Montagabend in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ zu sehen. Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl sicherten sich nach Verhandlungen für 400.000 Euro 16 Prozent der Anteile am Start-up Peers.
Das 2021 gegründete Unternehmen bietet schnellen Zugang zu psychologisch betreuten Onlinegruppenkursen. Heute hat Peers nach eigenen Angaben eine vierstellige Zahl von Nutzern. Die beantworten einen digitalen Fragebogen, dann werden sie einer festen Gruppe mit acht bis zehn Teilnehmern zugeordnet, mit Fokus auf Beziehungsthemen, Stress, depressive Verstimmungen oder Angststörungen.
Alle zwei Wochen begleitet ein Psychologe die virtuellen Sitzungen. In der anderen Woche treffen sich die Nutzer allein als digitale Selbsthilfegruppe. Daten aus dem Fragebogen und die regelmäßige Evaluierung der Kurse sollen die Zusammensetzung der Kurse immer weiter verbessern: „Die Forschung zeigt, dass die Zusammensetzung bei Gruppentherapien das wichtigste Erfolgskriterium ist“, sagt Schürmann.