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Auktionshaus Nagel Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung

Das alteingesessene Versteigerungshaus Nagel steckt in einer Finanz-Krise. Es soll in neuer Form weiter bestehen. Die Juli-Auktionen sind abgesichert.
24.06.2020 - 16:33 Uhr Kommentieren
Die Flächen in dem riesigen Haus in der Stuttgarter Neckarstraße wird Nagel verringern. Quelle: Nagel Auktionen
Nagel Auktionen

Die Flächen in dem riesigen Haus in der Stuttgarter Neckarstraße wird Nagel verringern.

(Foto: Nagel Auktionen)

Düsseldorf Zwei Jahre vor dem hundertsten Geburtstag des renommierten Kunstversteigerers Nagel Auktionen kämpft das Stuttgarter Haus um seine Zukunft. Laut Pressemitteilung vom vergangenen Freitag sind die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie und Nagels starke Präsenz im asiatischen Markt die Ursachen für die dramatische finanzielle Schieflage.

Immerhin ließ sich ein Insolvenzverfahren verhindern. Das Amtsgericht Stuttgart akzeptiert ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Begleitet wird die GmbH & Co. KG von dem sanierungserfahrenen Rechtsanwalt Philipp Grub als Generalbevollmächtigtem. Die Krise, die international bereits hohe Wellen schlug, dürfte aber nicht das traurige Ende eines Hauses werden, das regelmäßig mit Rekordzuschlägen für Asiatika Schlagzeilen machte. Es wird wohl eher ein Neuanfang.

Der Insolvenzfall tritt nicht ein, weil die Firma schon dabei ist, sich mit externen Investoren neu zu erfinden. Deren Konzept sieht eine Reduzierung der drückenden Last aus Fixkosten vor. Auch sollen die allseits begehrte Moderne und die zeitgenössische Kunst eine größere Rolle spielen. Weltweit will Nagel seinen Spitzenplatz weiterhin behaupten bei der Vermarktung von Kunst und Kultgegenständen aus Asien, speziell aus China.

Charakteristisch für Nagels Expertise sind etliche internationale Topzuschläge. So erzielte das Haus noch 2018 7,3 Millionen Euro brutto für die Drachenvase ‚Tianqiuping‘. 3,5 Millionen Euro nahm es im selben Jahr ein für einen dekorierten Faltstuhl der Ming-Dynastie mit einer Hufeisenlehne.

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    Philipp Freiherr von Hutten, Geschäftsführer seit 2017, beruhigt die Einlieferer der bereits am 8. Juli beginnenden Versteigerungsserie. Sie bräuchten sich „keine Sorgen zu machen, da sie über ein Treuhandkonto des vorläufigen Sachwalters abgesichert werden, über das sämtliche Versteigerungserlöse abgewickelt werden“.

    Es sieht so aus, als ob Nagel es dem Phönix gleichtun möchte. In Altägypten und in Asien verbrannte der mythische Vogel der Weisheit in der Morgenröte. Und flog dann verjüngt auf in den Himmel.

    Mehr: Asiatika-Auktionen: 22 Chinesen kämpfen um ein Bronzebecken

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