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KunstFrida-Kahlo-Porträt erzielt Auktionsrekord

Die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo malte aus einem von Schmerz geprägten Alltag. Eines ihrer Gemälde hat nun fast 55 Millionen US-Dollar erzielt – so viel wie noch kein Werk einer Frau.ap 21.11.2025 - 03:30 Uhr Artikel anhören
Das Selbstporträt "El sueño (La cama)", übersetzt: Der Traum (Das Bett), der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo wird von Mitarbeitern von Sotheby's gehalten. Foto: dpa

New York. Ein besonderes Selbstporträt der mexikanischen Malerin Frida Kahlo hat bei einer Versteigerung in New York Geschichte geschrieben. Das 1940 entstandene Gemälde „El sueño (La cama)“, „Der Traum (Das Bett)“, wurde am Donnerstag für 54,7 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 47,4 Millionen Euro, bei Sotheby's verkauft.

Es ist der höchste jemals erzielte Preis für das Werk einer Frau. Der bisherige Rekord lag bei 44,4 Millionen Dollar für Georgia O'Keeffes „Jimson Weed/White Flower No. 1“, das 2014 ebenfalls bei Sotheby's verkauft wurde.

Kahlos Gemälde zeigt die Künstlerin schlafend in einem Holzbett im Kolonialstil, eingehüllt in eine goldene Decke, die mit Ranken und Blättern bestickt ist. Über ihr, scheinbar schwebend auf den Bettpfosten, liegt ein Skelett mit Dynamit. Das Gemälde sei „eine gespenstische Meditation über die poröse Grenze zwischen Schlaf und Tod“, heißt es in einer Katalognotiz von Sotheby's.

Allegorie auf die Angst vor einem plötzlichen Tod

Kahlo lebte von 1907 bis 1954 und begann zu malen, als sie nach einem Busunfall mit 18 Jahren bettlägerig war. Ihr Leben geriet aus den Fugen, was sie in ihren Bildern lebhaft und schonungslos darstellte.

Sie unterzog sich einer Reihe von schmerzhaften Operationen und trug bis zu ihrem Tod im Alter von 47 Jahren Gips. „Das schwebende Skelett wird oft als Visualisierung ihrer Angst vor dem Sterben im Schlaf interpretiert, eine Angst, die für eine Künstlerin, deren Alltag von chronischen Schmerzen und vergangenen Traumata geprägt war, nur allzu glaubwürdig ist“, schreibt Sotheby's im Katalog.

Kontroverse über den Verkauf des Bildes

Das Selbstporträt gehört zu den wenigen Werken von Kahlo, die sich außerhalb Mexikos in Privatbesitz befinden, wo ihr Gesamtwerk zum künstlerischen Denkmal erklärt wurde. Ihre Werke innerhalb des Landes dürfen weder ins Ausland verkauft noch vernichtet werden. Das Bild stammt aus einer Privatsammlung, deren Eigentümer nicht genannt wurde, und ist rechtlich für den internationalen Verkauf zugelassen.

Einige Kunsthistoriker haben den Verkauf aus kulturellen Gründen kritisch hinterfragt, während andere Bedenken geäußert haben, dass das Gemälde – das zuletzt Ende der 1990er Jahre öffentlich ausgestellt wurde – nach der Auktion erneut aus der Öffentlichkeit verschwinden könnte. Es wurde bereits für bevorstehende Ausstellungen in Städten wie New York, London und Brüssel angefragt.

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Das bisher teuerste Bild von Kahlo ist „Diego und ich“, das die Künstlerin und ihren Mann, den Maler Diego Rivera (1886-1957), zeigt und 2021 für 34,9 Millionen Dollar verkauft wurde. Privat sollen Kahlos Gemälde noch höhere Preise erzielt haben.

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