12 Stunden in Wien: Europas kulturelles Eldorado
Spaziergang am historischen Heldenplatz mit dem Äußeren Burgtor im Rücken.
Foto: Yavi BartulaWien. Wien strotzt nur so vor bedeutenden Kulturgütern: Historischen Museen und neuen Galerien, barocken Pracht- und gotischen Sakralbauten, protzigen Kunstwerken im Jugendstil und mondäner Architektur im zeitgenössischen Design. Die Bewohner dieses Nobelstädtchens sind sichtbar stolz auf dieses reiche Epochen-Potpourri, welches vermutlich jeden Kunst- und Kulturliebhaber einmal anlockt.
Der Stolz sei ihnen erlaubt, denn nur wenige Städte beamen ihre Gäste in längst vergangene Zeiten, ohne ihnen alle Annehmlichkeiten des modernen Lebens zu entziehen. Nicht umsonst ist Wien zum dritten Mal in Folge die Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit.
Nicht nur die Wiener lieber ihre Stadt, auch Besucher wissen ihre touristenfreundlichen Vorzüge zu schätzen. Sie wirkt wie gemacht für Menschen mit gemächlichem Tempo, gehobenem Lebensstil und einem Sinn für meisterhafte Ästhetik. Selbst die Bedürfnisse von Kunstbanausen oder Kulturverächter werden befriedigt, da ein Luxusgeschäft, Gourmetrestaurant oder Wellnesstempel nicht weit sein kann. Selbst müde Durchreisende oder Geschäftsleute, die weder von den prachtvollen Repräsentationsbauten noch von motivischen Denkmälern motorisiert werden können, finden in Wien eine angenehme Herberge auf Weltklasse-Niveau.
Anstatt dann die klassischen Sehenswürdigkeiten und renommierten Kunsthäuser zu besuchen, suchen die alternativen Besucher am besten die vielen hübschen Orten zum Speisen, Entspannen und Vergnügen auf. Wie wär’s zum Beispiel mit einigen Stündchen in der Therme Wien im Naherholungsgebiet Oberlaa, welches von der einzigen Schwefelquelle Österreichs profitiert?
Für die entdeckungsfreudigen Besucher hält Wien jedoch viel mehr bereit als ein heißes Bad. Wer 12 Stunden mitbringt, kann schon einige zauberhafte Ecken aus einer Kutsche heraus oder fußläufig entdecken, die Sinne mit optischen und kulinarischen Meisterwerken verwöhnen, in der Geschichte Österreichs lesen, ohne ein einziges Buch aufzuschlagen, die Wiener (High) Society bewundern oder ihre uns hin und wieder begegnende Arroganz bemängeln.
Doch Vorsicht vor impulsiven Vorurteilen: Denn damit auch ein Kurztrip zu einer unvergesslichen Zeitreise wird, sollte der Besucher dafür sensibilisiert sein, dass Wien das kulturelle Eldorado und ein politischer Knotenpunkt Mitteleuropas ist und seinen privilegierten Charakter gerne kunstvoll inszeniert. Und mal ehrlich - welche Stadt würde diese famosen Dispositionen schon leugnen?
Das Naturhistorische Museum Wiens am Maria-Theresien-Platz am Burgring 7 gehört zu den bedeutendsten und größten seiner Art.
Foto: Yavi Bartula
Der Michaelerplatz ist einer der imposantesten Orte Wiens, da sich hier viele sehenswerte Gebäude aus unterschiedlichen Epochen aneinanderreihen: Der barocke Michaelertrakt der Hofburg, das Looshaus, das Palais Herberstein und die Michaelerkirche. Hier befinden sich auch die berühmte Spanische Hofreitschule und archäologische Ausgrabungsstätten des Wiener Museums.
Foto: Yavi Bartula
Also lassen Sie sich auf das volle Kulturprogramm der Stadt ein, um gewissenhaft sagen zu können, schon einmal in Österreichs Hauptstadt gewesen zu sein. Dazu sollten Sie ihren Geist für die Schönen Künste öffnen und die Spuren des kaiserlichen Erbes im zentralen Stadtbild und den zahlreichen Prachtbauten, die der herausragender Kunstepochen in Architektur, Bildhauerei und Malerei, der Wiener Klassik im Musik-, Oper- und Theaterleben und schließlich auch die der Wiener Moderne in allen immateriellen und haptischen Ausprägungen des historischen Vermächtnisses wahrnehmen. Ob Sie wollen oder nicht - übersehen können Sie sie nicht, wenn Sie sich auf den Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten einlassen.
Diese liegen vor allem auf und an der Wiener Ringstraße, die somit selbst eine der sehenswerten Sensationen ist. Mit mehr als fünf Kilometern Länge und mehreren Abschnitten grenzt dieser zusammen mit dem Franz-Josefs-Kai die Innere Stadt von den umliegenden Bezirken ab. Als ob die Stadt es dem Besucher so einfach wie möglich machen wollte, befindet sich hier die größte Bandbreite diverser Attraktionen, hier werden einige Top-Hotels (Marriott, Le Meridien) und Luxusgeschäfte (Ferrari) nur noch von kulturellen Hot Spots getoppt.
Zu denen zählen die Hofburg, der anliegende Volksgarten, die Staatsoper, das Parlament, das Rathaus und das Kunsthistorische sowie Naturhistorische Museum auf dem Maria-Theresien-Platz. Gehen Sie zu jedem einzelnen hin, nachdem Sie innerhalb des Straßenkreises im historischen 1. Wiener Gemeindebezirk unterwegs waren.
Inmitten dieses thront auf dem belebten Stephansplatz die eindrucksvolle Domkirche St. Stephan zu Wien, allgemein besser bekannt als Stephansdom, unter den Wienern als Steffl und weltweit gleich als nationales Wahrzeichen. Gehen Sie hinein, um die gotische Baukunst mit den kostbaren Altären, Toren, Fenstern und Bildern differenzierter zu betrachten und auch um nach 343 Stufen eine atemberaubende Aussicht über Wien zu genießen.
Bummeln Sie anschließend aufmerksam aber entspannt in der Innenstadt, besuchen Sie die Einkaufspassage Kärntnerstraße und kaufen Sie dort süße Cup Cakes bei der Familien-Institution Gerstner, flanieren Sie zusammen mit vornehmen Pelzträgerinnen über die Luxus-Shoppingmeilen namens Kohlmarkt und Graben, gönnen Sie sich in der anliegenden Dorotheergasse im berühmten Traditions-Café Hawelka zumindest ein Getränk und erliegen Sie der Versuchung von köstlichen, ungewöhnlichen und preisgekürten Schokoladen-Kreationen bei Xocolat in der ohnehin sehenswerten Passage des Palais Ferstel. Hier befindet sich übrigens auch das Café Central, ein gestandenes Wiener Kaffeehaus mit sehr genuinem Charme im alten Bank- und Börsengebäude.
Der Spittelberg im 7. Bezirk ist heute ein echtes Szeneviertel mit vielen Cafés, kleinen Geschäften und Galerien. Charakteristisch sind die vielen kleinen Gassen und alte Biedermeierhäuser.
Foto: Yavi Bartula
Verlassen Sie Wien nicht, ohne diverse Sorten feinster Schokolade zu kaufen! Bei Xocolat in der Passage des Palais Ferstel gibt es die verrücktesten Variationen.
Foto: Yavi Bartula
Bewegen Sie sich anschließend auf der Herrengasse in südliche Richtung, bis Sie am großen Michaelerplatz, dem ersten Wiener Kreisverkehr, stehen. Dieser verbindet viele sehenswerte Gebäude von historischem und architektonischem Wert. Die Hausnummer 1 trägt der Michaelertrakt der Hofburg, in dem damals das „alte“ Burgtheater war, die zweite das neubarocke Palais Herberstein, gefolgt von dem Looshaus und der Michaelerkirche.
Auch die Spanische Hofreitschule gliedert sich in diese beispielslose Reihe bedeutender Bauwerke der Wiener Geschichte ein. Sie ist eine ehemals kaiserliche Institution für klassische Reitkunst und seit 2010 Immatrielles Welterbe der Unesco. Um die verwirrende epochen- und themenübergreifende Platzkonstruktion perfekt zu machen, sei noch hinzugefügt, dass das Wiener Museum in der Mitte archäologische Ausgrabungen unternimmt. Sie werden vermutlich verstehen, dass dieser imposante Ort als obligatorisches Ziel ganz oben auf die Sightseeing-Liste muss.
Betreten Sie nun den Heldenplatz, in dem Sie den Michaelertrakt der Hofburg passieren. Wenn Sie diesen großen Platz mit den vielen Kutschen und Pferden überquert, vielleicht sogar die Hofburg zur Linken und den Volksgarten zur Rechten besichtig haben, stehen Sie auf dem Burgring. Möchten Sie sich das gegenüberliegende moderne Museumquartier und aktuelles In-Viertel aus der Nähe anschauen, überqueren Sie die Straße und beginnen Sie mit den Kunst- und Naturhistorischen Museen, welche sich am Maria-Theresien-Platz mit dem gleichnamigen Denkmal befinden.
Für die ständigen und temporären Ausstellungen der insgesamt über 100 Wiener Museen und Galerien brauchen Sie viel Zeit, doch sie vermittelt Ihnen den modernen Charakter der sonst so traditionsbewussten Stadt, was den Besuch des einen oder anderen Kunsthauses wirklich wert macht.
Und wenn Sie schon in dieser Ecke sind, schauen Sie unbedingt am Justizpalast auf der Museumstraße vorbei – nicht nur wegen des prächtigen Gebäudes aus der Neorenaissance, sondern weil Sie direkt über dem Haupteingang im obersten Dachgeschoss aus einem Café heraus über ganz Wien blicken können. Vermutlich auch ganz ungestört, da dieses ruhige Plätzchen ein echter Insider ist.
Gute Cupcakes gibt es in der ganzen Stadt, hervorragende bei CupCakes Wien in der Josefstädterstraße Nr. 17 oder bei Gerstner an der Kärntner Straße 13-15.
Foto: Yavi Bartula
In unmittelbarer Nähe, nur wenige Straßen hinter dem Museumsquartier, liegt außerdem ein entzückender und extrem angesagter Stadtteil des 7. Wiener Bezirkes mit vielen schmalen Gassen, kleinen privat geführten Geschäften, urigen Delikatessenläden, zahlreichen Kunsthandwerksbetrieben und herrlicher Architektur im Biedermeierstil: der Spittelberg. Wenn Sie bei den hügeligen Straßenverläufen Ihre Gelenke zu sehr beanspruchen, sollten Sie sich unbedingt ein gemütliches aber gehobenes Mittagessen in guter Wiener Tradition im barocken Gasthaus Witwe Bolte in der Gutenberggasse genehmigen.
Wenn Sie diesen zwei modernen Szeneviertel Wiens überspringen möchten, folgen Sie dem Burgring weiter gen Norden, passieren den Volksgarten, das Parlament, das Burgtheater und erblicken schließlich in einem wunderschönen Park das majestätische Rathaus. Nehmen Sie gegenüber davon und in direkter Nachbarschaft zum Burgtheater im Café Landtmann Platz und bestaunen Sie in Ruhe das legendäre Panorama der Ringstraße.
Am Nachmittag können Sie die zentralen Bezirke ruhigen Gewissens verlassen. Die Frage ist nur, ob in südwestliche oder nordöstliche Richtung. Anders formuliert: Schloss Schönbrunn oder der Prater? Optimaler wäre beides, doch wenn Ihre strikte Zeitplanung eine Entscheidung erfordert, sollten Sie dabei hilfreiche Faktoren einkalkulieren. Der Prater ist vor allem für unternehmungslustige und naturliebende Familien mit Kindern geeignet, da diese große Parkanlage mit ihrem berühmten Riesenrad, den vielen Achterbahnen, Karussells, einem Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett, einem Planetarium und vielen weiteren Attraktionen deutlich mehr Vergnügungspotenzial auch für die Kleinen bietet.
Das Schloss Schönbrunn im 13. Gemeindebezirk ist hingegen eine weitgehend unkommerzielle Attraktion von immensem epochalem Wert, bei dem der globalisierte Rummel der Stadt für einige Zeit ganz vergessen und gleichzeitig an historische Ereignisse erinnert wird. Selbst wenn Ihnen bei dem Anblick der barocken Fassade, der imperialen Innenräume und der gepflegten Parkanlagen nur die Sissi-Filmtrilogie vor das innere Auge treten – Sie werden die Furchen der Habsburgermonarchie an diesem Ort deutlich sehen.
Spazieren Sie im herrlichen Schlossgarten, werfen Sie einen Blick in den Tiergarten, den ältesten noch aktiven Zoo der Welt und beenden Sie diese Nostalgietour auf der Gloriette, dem ehemaligen festlichen Speisesaal von Kaiser Franz Josef I. Was er konnte, können Sie nun auch: Das dort eröffnete gleichnamige Café serviert in standesgemäßem Ambiente und mit fabelhaftem Blick auf das Schloss allerlei Getränke und nationale Gerichte. Hier sollten Sie ihren Nachmittag entspannt ausklingen lassen und sich mental auf eine lange Nacht vorbereiten. Denn Wien ist stärker am (stark pochenden) Puls der Zeit, als Sie vermuten. Und der erlaubt keine frühen Bettzeiten.
Wien bei Nacht
Wenn die Sonne untergeht, erstrahlt Wien in einem warmen künstlichen Licht und lädt zu weiteren Unternehmungen ein. Schmeißen Sie sich etwas Schickes über und beginnen Sie ihr Abendprogramm mit einem feinen Dinner. Wo Sie ihren Magen füllen, sollte gut überlegt sein, da Sie schließlich nicht alle der ausgezeichneten Restaurants testen können. Sehr zu empfehlen ist JINs Sinohouse in der Himmelpfortgasse im 9. Bezirk. In minimalistischem, stylischem Ambiente verköstigen Sie deliziöses südostasiatisches Essen und vortreffliche Weine.
Wie mediterrane Küche richtig zubereitet wird, weiß hingegen der Italiener Novelli im 1. Bezirk in der Nähe der Hofburg. Wer Gutbürgerliches und Einfaches bevorzugt, wird im Wienerwald bedient. Ganze neun Mal gibt es hier das Restaurant, das auf gegrilltes Geflügel spezialisiert ist.
Kippen Sie danach im Manolos in der Volksgartenstraße bei lateinamerikanischen Beats exzellente Cocktails, ähnlich gute in der Onyx Bar, die zudem mit einer schönen Aussicht trumpft, oder den einen oder anderen Longdrink in der kleinen aber groß gehypten amerikanischen Loos Bar in der Kärntner Straße, bevor Sie im Club die Kalorien von den Hüften schütteln. Die Passage am Burgring ist dafür der geeignete Ort, wenn Sie eine schicke Location einem öden Fitnessclub vorziehen möchten.
Wer kein Interesse an exzessiven Partynächten mit der jungen Elite Wiens hat, sollte das Tanzbein hochlegen und stattdessen Bilder tanzen lassen: Bei dem Genuss der Darstellenden, Bildenden und musischen Künste.
Kulturelle Highlights
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Es würde nicht verwundern, wenn dieser Satz von einem Wiener stammt. Denn die Vielfalt, die die Österreichische Hauptstadt in der Kategorie „Kunst und Kultur“ verzeichnet, ist sicher größer, als die Lust auf einen kulturellen Overload. Schauen Sie vor Ihrer Unterkunft also immer unbedingt in den Veranstaltungskalender, bevor Sie den Spaß an den Schönen Künsten Wienerischer Herkunft verlieren.
Heben Sie auf Ihrer individuellen Prioritätenliste besonders die weltberühmte Staatsoper, die 1869 von Mozart höchstpersönlich musikalisch eröffnet wurde, das auf zeitgenössische Stücke konzentrierte Akademietheater im Burgtheater, das Kunsthistorische Museum als Relikt der Kaiserzeit und heute als eines der größten Kunstarchive der Welt, das Filmmuseum mit exklusiven Filmvorführungen und das Kunstmuseum mit permanenten und wechselnden Ausstellungen im Albertina an der Hofburg und schließlich das Konzerthaus Wiener Musikverein mit dem faszinierenden Großen (auch: Goldenen) Musikvereinssaal, dessen Akustik als eine der besten überhaupt gilt, hervor. Über die erdrückende Vielfalt siegt jedoch ein praktischer Vorteil: Jede dieser Kunst- und Kulturstätten ist saison- und zeitlos und garantiert deshalb eine verlässliche Abendplanung.
Saisonale Highlights
Anders verhält es sich mit anderen Ausflugsoptionen. Von Mai bis Oktober können Sie eine Kanaltour durch die innovative unterirdische Welt Wiens machen, dabei gleichzeitig in die Filmgeschichte von „Der Dritte Mann“ eintauchen. Mehr Infos auf der Homepage des Veranstalters. Wer es lieber hell, sauber aber nicht weniger spannend haben will, sollte vor allem in den wärmeren Monaten zum bunten Naschmarkt im 6. Gemeindebezirk.
Sowohl am frühen Morgen als auch am Abend versprüht dieser alte Markt an der Wienzeile 1 mit seiner enormen kulturellen Spezialitäten-Vielfalt ein exotisches Flair. Ca. 170 Stände bieten zwischen 9.00 und 18.30 Uhr (individuelle Öffnungszeiten) Obst, Gemüse, Süßwaren, Fleisch, Fisch und Backwaren an und die Gastronomie-Betriebe haben vor allem im Sommer oft sogar bis Mitternacht geöffnet. An Sonn- und Feiertagen geschlossen.
Wem zudem mehr Zeit zur Verfügung steht, sollte bei gutem Wetter unbedingt zum Neusiedler See, dem „Meer der Wiener“ und dem drittgrößten See Europas herausfahren. Die Fahrt dauert nur eine halbe Stunde, verleiht Ihnen jedoch das Gefühl, urbane Gebiete weit hinter sich zu lassen und ein mediterranes Paradies zu betreten. Fast schon surreal. Der gigantische See, der zum Teil auf ungarischem Staatsgebiet liegt, versprüht mit seinem hohen Salzgehalt, der reichen und vielfältigen Flora und Fauna an seinen Ufern und des sehr flachen Gewässers Urlaubsfeeling pur.
Heißer Tipp: das Café-Restaurant Mole West mit stylischem Interieur und einer großen Fensterfront, welche den Blick beim Speisen in weite Ferne schweifen lässt. Die Top-Lage, prominente Gesellschaft und eine große Terrasse rechtfertigen die hohen Preise. Enttäuschend ist und bleibt aber die Frühstückskarte, die hingegen die Meierei im Stadtpark umso ausführlicher führt. Sie haben viel Zeit und verbringen sie liebend gerne beim ausgiebigen Schlemmen in entspannter, edler und freundlicher Atmosphäre? Dann nehmen Sie sich dieses Ziel unbedingt vor und verzichten Sie stattdessen lieber auf tückische Touristenköder.
Überbewertete Hypes
Wer glaubt, in Hotel Sacher die hoch gelobte Sachertorte essen zu müssen, wird sich vermutlich nur schwer von seinem Plan abbringen lassen. Doch die hauseigene Backstube wurde längst von anderen Süßwaren-Manufakturen und die Wiener Kalorienbombe von anderen süßen Sünden überholt, die man nicht so schnell nachbacken kann. Greifen Sie also lieber zu den detailverliebten Cupcakes, variationsreichen Pralinen und Schokoladentafeln, deren Zutatenlisten eine konkrete Geschmacksvorstellung fast unmöglich machen.
Wie auch immer Sie sich entscheiden – Sie sollten es mit Appetit tun. Denn eine Diät in Wien würde Ihnen zwar das eine oder andere Kilogramm auf den Hüften ersparen, aber leider auch einen enormen Verlust bedeuten, den man in Gewichtseinheiten nicht messen kann.