Rezension: Wie KI unserer Gesellschaft nutzt
Die beiden Autoren versuchen, die möglichen Folgen von Künstlicher Intelligenz auf das menschliche Leben einzuordnen.
Foto: E+/Getty ImagesDüsseldorf. Die Erwartungen, wie Künstliche Intelligenz (KI) das Leben verändert, gehen stark auseinander: Sie reichen von der Angst, den Job zu verlieren, bis zur Begeisterung über mögliche Durchbrüche bei der Entwicklung von Medikamenten, von der Sorge vor dem Einsatz von KI in Kriegen bis zur Hoffnung auf KI, die vor Unwettern warnt.
All dies objektiv einzuordnen, versucht eine ganze Reihe von Büchern rund um Künstliche Intelligenz. Zwei, die nun erscheinen, sind „Künstliche Intelligenz“ des Neurowissenschaftlers Manfred Spitzer und „FairTech“ von Digitalexpertin Mina Saidze.
Spitzers Buch trägt die angesprochene Ambivalenz bereits im Untertitel: „Dem Menschen überlegen – Wie KI uns rettet und bedroht“. Der für seine provokanten Thesen bekannte Spitzer, der bereits vor mehr als zehn Jahren den Begriff der digitalen Demenz prägte, beschreibt darin weitgehend wertfrei und sehr anschaulich, welche Lösungen KI für drängende Probleme liefern kann.
Da wäre zum Beispiel die Entwicklung neuer Antibiotika. Ärzte verschreiben mittlerweile seltener Antibiotika, damit sich nicht ständig neue resistente Bakterien entwickeln. Entsprechend ist es für Pharmakonzerne unattraktiver, nach neuen Antibiotika zu forschen.