Economic Challenges: Unabhängigkeit der Fed in Gefahr – droht dem Dollar der Abstieg?
In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die zunehmenden Angriffe der US-Regierung auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank Federal Reserve. Ausgangspunkt ist die Frage, ob politische Einflussnahme auf die Geldpolitik den Status des US-Dollars als globale Leitwährung untergraben könnte.
Rürup warnt, dass eine Unterordnung der Fed unter das Weiße Haus die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Geldpolitik beschädigen und langfristig das Vertrauen internationaler Investoren schwächen würde. „Trump ist durchaus gewillt und in der Lage, den Dollar zu instrumentalisieren. Und das geht natürlich mit einer nicht unabhängigen Notenbank sehr viel besser“, argumentiert er.
Hüther hält einen abrupten Verlust der Dollar-Dominanz zwar für unwahrscheinlich, sieht die Risiken jedoch klar steigen. Leitwährungen benötigten stabile Institutionen, liquide Finanzmärkte und verlässliche „Safe Assets“. Politische Eingriffe nach dem Muster von Schwellenländern, wie sie selbst konservative Stimmen kritisieren, könnten diesen Voraussetzungen schaden.
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