Handelsblatt Green & Energy: Wie sicher ist Deutschlands Stromversorgung ohne Atomkraftwerke?
Düsseldorf. Am 15. April gehen die letzten drei deutschen Atomkraftwerke vom Netz. Dann endet die Stromerzeugung durch Kernkraft in Deutschland nach rund sechzig Jahren endgültig. Das Thema wird Deutschland aber noch eine Weile bewegen. Denn es bleiben Fragen.
Deutschland steigt in einer Zeit aus der Atomkraft aus, in der auch der Kohleausstieg drängt und in der Gas für Gaskraftwerke knapp und teuer geworden ist. Das Datum war seit dem Ausstiegsbeschluss nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 geplant.
Doch jetzt wird eine zuverlässige Stromversorgung in Deutschland zu einer immer größeren Herausforderung. Schließlich sind Wind- und Sonnenstrom nicht immer in gleicher Menge verfügbar. Und auch die Stromversorgung aus Frankreich scheint nicht mehr so zuverlässig wie früher, denn das Nachbarland hat gravierende Probleme mit den eigenen, maroden Atomkraftwerken.
Zugleich verschwinden die bestehenden deutschen Atomkraftwerke durch ihre Abschaltung nicht von der Bildfläche. Sie werden noch über Jahre herumstehen, bevor man sie abreißen kann.
Ob Deutschland auch ohne Atomkraft sicher vor einem Blackout ist und wie der Rückbau eines Atomkraftwerks funktioniert – darüber spricht Energie-Redakteurin Catiana Krapp bei Handelsblatt Green & Energy. Gesprächsgäste sind der Energiewissenschaftler Oliver Wagner vom Wuppertal Institut und der Atomkraftwerks-Rückbauexperte Michael Bongartz aus der Geschäftsführung des Kernkraftwerks-Betreibers Preussen Elektra.
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