Personio: Deutschlands Nummer zwei der Start-ups verschiebt Börsengang
Berlin. Der Münchener Personalsoftwareanbieter Personio verschiebt den lange geplanten Schritt an den Aktienmarkt für längere Zeit. „Ein Börsengang wird nicht vor 2026 passieren“, machte Mitgründer und Firmenchef Hanno Renner im Gespräch mit dem Handelsblatt klar.
Noch fehlt es der Firma für den Gang aufs Parkett an Substanz. Dabei kann sich das Wachstum des zweitwertvollsten deutschen Start-ups hinter der Softwarefirma Celonis durchaus sehen lassen.
Im vergangenen Jahr lag der Umsatz laut dem US-Datendienst Latka bei rund 240 Millionen Euro, ein Plus von 47 Prozent im Vergleich zu 2022. Die Schätzung basiert auf allen verfügbaren Informationen über das Unternehmen sowie Zahlen der Konkurrenz.
Laut Firmenchef Renner wächst Personio trotz erschwerter Bedingungen „weiterhin stark“ – konkretere Zahlen will er allerdings nicht nennen. Umsatzzahlen gibt er schon länger nicht mehr heraus.
Neun Jahre nach der Gründung und zwei Jahre nach der letzten Finanzierungsrunde muss Personio erst mal in den während der Coronapandemie mit viel Hoffnung veranschlagten Firmenwert von 8,5 Milliarden Dollar hineinwachsen.