Geldanlage: Deshalb könnte sich der Einstieg in Uran-Aktien aktuell lohnen
Frankfurt. Atomkraft erlebt ein Comeback: 2025 wird Kernenergie voraussichtlich so viel Strom erzeugen wie nie zuvor, schreibt die Internationale Energieagentur (IEA) in einem Anfang des Jahres veröffentlichten Report. 63 Kernreaktoren befinden sich derzeit im Bau; zudem haben mehrere Länder gemeinsam beschlossen, die weltweite Kernkraftkapazität bis 2050 zu verdreifachen. Die jährlichen Investitionen in die Kernenergie sind laut IEA seit 2020 um 50 Prozent gestiegen.
Gleichzeitig droht bei dem Rohstoff, aus dem der Kernbrennstoff hergestellt wird, ein Engpass: Bereits jetzt wird mehr Uran verbraucht als produziert.
Christian Schärer, Fondsmanager des auf Aktien konzentrierten „Uranium Resources Fund“ beim Vermögensverwalter Incrementum, rechnet für dieses Jahr mit einem Urandefizit in Höhe von 30 bis 35 Millionen Pfund. Denn Energieversorger würden etwa 195 Millionen Pfund Uran pro Jahr verbrauchen, produziert würden aber nur 155 bis 160 Millionen Pfund.
Doch diese Fundamentaldaten schlagen sich nicht in den Preisen nieder. Im Gegenteil: Der Uranpreis ist stark gefallen. Der Preis für kurzfristig auf dem Spotmarkt gehandeltes Uran ist mit knapp über 60 US-Dollar pro Pfund rund ein Drittel niedriger als noch vor einem Jahr, als er bei rund 90 US-Dollar lag.
Was die Gründe für den Preisverfall sind – und warum die Preisschwäche ein guter Einstiegspunkt für risikobewusste Investoren sein könnte.