Obi, Hellweg und Co.: Warum sich die Baumarktketten neu ausrichten müssen
Düsseldorf. Für die angeschlagene Baumarktkette Hellweg beginnt gerade die entscheidende Phase der Restrukturierung. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, wird Inhaber Markus Semer mindestens sieben weitere Filialen schließen. Zuvor hatte die Firma bereits das Aus für die Märkte in Hanau und Münster angekündigt.
Intern wird dieser nächste Schritt bei der Sanierung des angeschlagenen Unternehmens als „Befreiungsschlag“ kommuniziert. Der Abschluss einer Refinanzierung mit den Banken stehe kurz bevor, berichtet ein Insider. Hellweg bestätigte auf Nachfrage, sich an „die geänderten Marktbedingungen anzupassen“ und damit „die nachhaltige strukturelle Grundlage zu schaffen, uns auf unser profitables Standortportfolio zu konzentrieren“.
Die betont optimistische Stellungnahme Hellwegs kann nicht darüber hinwegtäuschen: Die Baumarktbranche in Deutschland befindet sich in einer tiefen Krise. Umsätze und Gewinnmargen sinken, der Konkurrenzkampf um Marktanteile ist härter als je zuvor. Wer wird sich behaupten, wer wird möglicherweise weiter zurückfallen?