Disney, Netflix, Warner Bros: Das raten Experten bei Streaming-Aktien
Köln. Der Erfolg der Serie „Shogun“ macht vor allem eines deutlich: Der US-Konzern Walt Disney ist zu einer festen Größe auf dem Streaming-Markt geworden. Bei der Verleihung der Emmy Awards – des bedeutendsten US-Fernsehpreises – ging der Entertainment-Riese nicht nur mit besonders vielen Favoriten ins Rennen, sondern stellte auch historische Rekorde auf. Die Disney+-Serie „Shogun“ ist eine der sehr wenigen nicht englischsprachigen Gewinnerinnen und erhielt auf einen Schlag 18 Auszeichnungen. Das hat es in der Geschichte der Emmys noch nicht gegeben.
Die gesamte Branche ist im Umbruch: „Entertainment-Aktien hatten es seit Corona aus verschiedenen Gründen nicht einfach“, sagt Nedko Geshev, Analyst bei Activ Trades. Nicht nur flachte die Sonderkonjunktur ab, die Firmen litten auch unter der restriktiven Geldpolitik und gestiegenen Zinsen.
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„Insbesondere das Geschäftsmodell der TV-Produktionen und des Streamings ist kostspielig und wird mit viel Fremdkapital finanziert“, sagt Geshev. Gegen diese Herausforderungen sind auch etablierte Branchengrößen nicht immun. Deshalb sind medienwirksame Erfolge wichtig, wie jetzt bei den Emmys. „Mit ,Shogun‘ ist dem Unternehmen wieder ein Erfolg gelungen, der die breiten Massen anspricht“, so Analyst Geshev.