ETF: So wird Ihr Portfolio unabhängiger von den US-Aktien im MSCI World
Um ihr ETF-Portfolio rund um den MSCI World zu stabilisieren, haben Anleger mehrere Alternativen.
Foto: BloombergDüsseldorf. Der US-Leitindex S&P 500 bewegt sich weiterhin in der Nähe seines Jahrestiefs. Das ist einerseits ein schlechtes Zeichen für die weltweiten Aktienmärkte, weil die USA als Leitbörse gelten, an deren Entwicklung sich der Rest orientiert. Aber auch für viele ETF-Sparer ist es ein Problem. Denn im beliebtesten börsengenhandelten Indexfonds (ETF), dem MSCI World, machen US-Aktien zwei Drittel des Wertes aus.
Das Klumpenrisiko des MSCI World ist schon seit jeher ein Kritikpunkt. Die USA und hier insbesondere Tech-Aktien haben einen besonders hohen Anteil. Allein die fünf Aktien mit der höchsten Gewichtung, nämlich Apple, Tesla, Microsoft sowie die A- und C-Aktien von Alphabet, sind stärker gewichtet als 19 der 23 abgebildeten Industrienationen zusammen.
Das Handelsblatt hat deshalb mit Experten gesprochen, wie Anleger ihr ETF-Portfolio so ergänzen können, dass sie die Abhängigkeit vom MSCI World reduzieren. Folgend vier mögliche Ergänzungen.
1. Gleichgewichtete ETF als Ergänzung zum MSCI World
Als Alternative zum MSCI World sieht Thomas Wiedenmann, Leiter des ETF-Geschäfts in Deutschland bei Amundi, sogenannte „Equal Weight ETF“. Hier haben alle in dem Index enthaltene Aktien dieselbe Gewichtung. „Dadurch werden kleinere Unternehmen stärker gewichtet, als es ihrer Marktkapitalisierung, also ihre Größe am Kapitalmarkt, entspricht“, erklärt der Experte des größten europäischen ETF-Anbieters.