ETFs: Ausführungsgebühren mindern Rendite teils um Tausende Euro
München. Eine Kaufmannsweisheit lautet, „im Einkauf liegt der Gewinn“, und nach ihr sollten auch Anlegerinnen und Anleger handeln. Das erzählen nicht nur die Chefs von Banken und Brokern, sondern auch Verbraucherschützer und Bankexperten.
„Wer heute Geld in Aktien oder ETFs anlegen will, muss deutlich weniger dafür zahlen als noch vor zehn, 20 Jahren“, erklären Peter Klenk und Benjamin Winter. Sie sind Spezialisten für Bankgebühren und Wertpapierhandel bei der Bankberatung Zeb und beobachten seit Jahren sinkende Gebühren im Aktienhandel und bei Sparplänen.
Grund für diese Entwicklung, die für Anleger prinzipiell positiv ist, seien Neobroker, erklären die Experten. Anbieter wie Trade Republic hätten mit ihren niedrigen Preisen den Markt durcheinandergebracht und auch die sonst als teuer geltenden Volksbanken und Sparkassen zu günstigeren Angeboten gezwungen.
Kunden sollten diese Offerten aber mit Vorsicht nutzen. Denn einige Kosten, die auf den ersten Blick niedrig wirken, summieren sich über die Jahre der Geldanlage zu einer deutlichen Belastung.