Fondssparen: „Ruhe bewaren, nicht in Panik verfallen“
Fondssparen können Anleger bereits mit relativ kleinen Raten von 25 oder 50 Euro.
Foto: gmsDüsseldorf. Wer derzeit in sein Depot schaut, braucht gute Nerven. Nach dem Crash der vergangenen Wochen sehen viele Anleger sprichwörtlich rot. Viele Positionen im Portfolio notieren tief im Minus, zumindest hat sich aber ein Großteil der Gewinne in Luft aufgelöst. Das gilt auch für Fondssparpläne. Viele Anleger zweifeln nun an ihrem Engagement, denken sogar darüber nach auszusteigen oder die Sparpläne doch zumindest auszusetzen, bis die Turbulenzen an den Börsen überstanden sind.
Eine wenig überraschende Reaktion. „Anleger haben häufig den Reflex, in fallenden Märkten nicht weiter zuzukaufen“, sagt Jan Richter, Experte der Fondsberatung FondsConsult. „Doch genau das ist falsch und mindert die Rendite eines Fondssparplans empfindlich. „Wenn die Aktienkurse in den Keller rauschen, dann hilft nur eins: „Ruhe bewahren, nicht in Panik verfallen“, rät auch Frank Bock vom Fondsverband BVI.
„Es kann viel sinnvoller sein durchzuhalten und – bei Sparplänen quasi automatisch – zu günstigen Kursen Fondsanteile nachzukaufen“, sagt Henning Seeler, Fondsexperte der Comdirect Bank. Nur so könnten Sparer optimal vom sogenannten Cost-Average-Effekt - zu Deutsch Durchschnittskosten-Effekt - profitieren. Ist die Stimmung an den Börsen nämlich gut und die Aktienkurse sind hoch, kaufen Sparer automatisch weniger Anteile. Fallen die Kurse aber, weil die Stimmung schlecht ist, bekommt der Aktienfondssparer mehr Anteile für sein Geld.