Aktien: Die Börse wird ineffizienter – was das für die Anleger heißt
Frankfurt. Der Aufstieg börsennotierter Indexfonds (ETFs) verdankt sich auch der weit verbreiteten These, dass die Aktienmärkte weitgehend effizient seien. Das heißt: In den Kursen sind alle relevanten Informationen schon verarbeitet, deswegen kann niemand schlauer sein als der Markt.
Gerade weil das Börsengeschehen immer stärker von Profis und weniger von privaten Anlegern geprägt wird, erhöht sich die Effizienz mit der Folge, dass den Profis ihre Erfahrung und ihr Wissen immer weniger nützt. Für diese These spricht, dass die Mehrzahl aktiver Fondsmanager schlechter als der jeweilige Vergleichsindex abschneidet. Genau daher rührt der Erfolg der Index-ETFs.
Aber stimmt die These von der zunehmenden Effizienz der Börsen wirklich? Cliff Asness, ein bekannter US-Hedgefonds-Manager, behauptet das Gegenteil: Während seiner fast 35 Jahre Berufserfahrung seien die Märkte immer ineffizienter geworden. Er stellt dazu drei Hypothesen auf und zieht eine Schlussfolgerung für Anleger.
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