Aktien: Europa droht eine seltene Börsen-Chance gegen die USA zu verspielen
Wer sich in diesen Tagen mit deutschen Vorständen unterhält, der merkt schnell, dass sie sich Sorgen machen. Die meisten bangen weniger um ihr Unternehmen, sondern vielmehr um die Bundesregierung, beziehungsweise deren fehlenden Reformeifer. Konkret fürchten die Manager, dass die Aufbruchstimmung, die die Lockerung der Schuldenbremse und das Infrastrukturpaket gebracht haben, verloren geht.
Für ein paar kostbare Wochen im Frühjahr herrschte bei den internationalen Investoren eine regelrechte Deutschland- und Europa-Euphorie, die sich eins zu eins auf die Börsen übertrug, vor allem auf den heimischen Leitindex Dax.
In den vergangenen zwölf Monaten hat der Dax um 18 Prozent zugelegt, das wichtigste Kursbarometer der Wall Street, der S&P-500-Index stieg dagegen nur um zwölf Prozent. Doch zuletzt haben sich die Verhältnisse umgekehrt. Während der S&P 500 und die Technologiebörse Nasdaq am Donnerstag Rekorde erreichten, steht für den Dax im vergangenen Monat ein leichtes Minus zu Buche.
Sorgen sich die deutschen Manager also zu Recht?