USA: Trump findet nordamerikanisches Handelsabkommen „irrelevant“ für USA
Dearborn/Washington. US-Präsident Donald Trump hat das Freihandelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) als bedeutungslos für sein Land abgetan. „Es ergibt sich daraus kein richtiger Vorteil, es ist irrelevant“, sagte Trump am Dienstag bei einem Werksbesuch beim Autobauer Ford im Bundesstaat Michigan. Er bekräftigte seine Forderung an die Unternehmen, die Fertigung in die USA zurückzuholen: „Wir brauchen keine Autos, die in Kanada oder Mexiko hergestellt werden. Wir wollen sie hierher holen.“
Die Aussagen dürften die Sorgen in der Autoindustrie weiter schüren. Große Hersteller wie Tesla, Toyota, Volkswagen und General Motors (GM) hatten die Regierung im November gedrängt, das Abkommen zu verlängern. GM-Präsident Mark Reuss betonte die enge Verflechtung der Produktion: „Unsere Lieferketten erstrecken sich über alle drei Länder“, sagte er.
Dies sei sehr komplex, und die nordamerikanische Integration sei eine große Stärke der Branche. Der Verband American Automotive Policy Council hatte zuvor gewarnt, das Abkommen ermögliche jährliche Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe.
Das USMCA-Abkommen, das 2020 das vorherige Nafta-Abkommen ablöste und während Trumps erster Amtszeit ausgehandelt wurde, steht in diesem Jahr zur Überprüfung an. Eine Klausel sieht vor, dass die drei Partnerländer sechs Jahre nach Inkrafttreten entscheiden müssen, ob der Pakt verlängert wird oder ausläuft.
Stellantis hatte im November gewarnt, dass US-Fahrzeuge ohne die Vorteile des Abkommens Marktanteile an asiatische Importe verlieren würden, was zulasten der US-Arbeiter ginge.