Musterdepot: Die Berkshire-Aktie bleibt trotz Buffetts Rückzug attraktiv
München. An den Börsen zeigt sich in diesen Tagen ein bekanntes Phänomen der Marktpsychologie: Investoren bewerten Nachrichten, die eigentlich als schlecht gelten, als gute Nachrichten. Vor allem dann, wenn diese Meldungen geldpolitischen Spielraum eröffnen.
So reagierten die Börsen in den USA und Europa vor einigen Tagen auf die schwachen US-Jobdaten für Juli zunächst mit Verlusten. Es setzte jedoch schnell eine Gegenbewegung ein, da viele Investoren die Schwäche als mögliches Indiz dafür werteten, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im September die Zinsen senken könnte. Aufgrund des unsicheren Umfelds hatte sie die Zinsen mehrfach unverändert gelassen. Mittlerweile preist der Kapitalmarkt eine Zinssenkung mit 90 Prozent ein. Auch die Renditen langfristiger US-Bonds gingen zurück.
Dass die Börsen die anfänglichen Verluste so schnell wettgemacht haben, dürfte auch daran liegen, dass die Marktteilnehmer hoffen, dass ein sinkendes Zinsumfeld zollbedingte Belastungen für Unternehmen und Wirtschaft abmildert.
Hinzu kommt, dass der wachstumsstarke Sektor für Künstliche Intelligenz (KI) Indizes wie den breiten S&P 500 stützt. Allerdings notiert der Index inzwischen auf einem hohen Bewertungsniveau, gemessen an Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn- und Kurs-Umsatz-Verhältnis, was ihn anfällig für Rückschläge macht.
Die jüngste Marktvolatilität habe ich gezielt genutzt, um zwei Kernpositionen im Dynamik-Depot aufzustocken.