Amundi-Chefin: „Eiserne Faust mit Samthandschuh“: Baudson rückt an die Spitze von Europas größter Fondsgesellschaft
Die selbstbewusste Managerin gehört in Frankreich zu den wichtigsten Frauen in der Finanzwelt.
Foto: Thomas Dashuber für HandelsblattParis. Valérie Baudson tritt ein schwieriges Erbe an. Die 49-jährige dunkelhaarige Französin folgt am 10. Mai auf Yves Perrier, den legendären Chef der französischen Fondsgesellschaft Amundi. Amundi ist der große Rivale von DWS (Deutsche Asset & Wealth Management) und nach eigenen Angaben größte Fondsgesellschaft in Europa mit 1729 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen Ende 2020.
Perrier, 66, stand mehr als zehn Jahre an der Spitze des Asset-Managers und bleibt als Präsident des Verwaltungsrats weiter an Baudsons Seite. Er hat das Haus seit 2010 geleitet und an die Börse gebracht. Durch Übernahmen, so von Pioneer Investments von der italienischen Bank Unicredit, wurde Amundi zur Nummer eins in Europa. Baudson hat allerdings einen großen Bonus.
Sie hat ihre Karriere bei der französischen Bank Crédit Agricole gemacht, der 70 Prozent von Amundi gehört und unter Perrier gearbeitet, kennt das Haus also bestens. Amundi war aus dem Zusammenschluss der Asset-Management-Einheiten der französischen Großbanken Crédit Agricole und Société Générale entstanden.