Anlagestrategie: Grünes Fliegen dank Carbongerüst: Börsenchancen für die „Wunderfaser“
Durch den Einsatz leichter Verbundmaterialien kann die Luftfahrtindustrie nachhaltiger werden.
Foto: dpaKöln. Die Klimakrise und hohe Spritpreise eröffnen einem besonderen Werkstoff zusätzliches Potenzial: Gemeint sind Kohlenstofffasern, mit denen sich Kunststoffe verstärken lassen. Mit ihren Eigenschaften übertreffen sie sogar Stahl und Aluminium.
Zum Einsatz kommen die Verbundmaterialien vor allem in der Luft- und Raumfahrt sowie im Automobilbau. Zunehmend werden sie aber auch bei Windkraftanlagen und Energiespeichern verbaut.
Vier börsennotierte Hersteller dieser „Wunderfaser“ könnten für Anleger interessant sein: SGL Carbon, Facc, Hexcel und Nippon Carbon. Zum Teil berichten sie von einer deutlich anziehenden Nachfrage nach den Verbundbaustoffen.
Der Ausgangsstoff zur Herstellung von Kohlenstofffasern ist oft Polyacrylnitril, ein weißes Pulver, das erstmals 1930 von deutschen Chemikern künstlich hergestellt wurde. Aus dem Pulver lassen sich dünne Fäden erzeugen.
Diese werden auf eine Spule gewickelt und in einem Ofen zuerst bei rund 250 Grad Celsius oxidiert und dann bei 1.200 bis 1.800 Grad karbonisiert. Zurück bleiben Kohlenstofffasern, die sehr fest und steif, aber leicht sind.
Auf der Suche nach neuen Wachstumskunden: SGL Carbon
Die Faser ist etwa achtmal dünner als ein menschliches Haar. Werden Tausende oder Zehntausende dieser Fasern zu einem Strang zusammengefasst, ergibt sich ein vielseitig einsetzbares High-Tech-Produkt.