Anleihen statt Immobilien: So planen Reiche jetzt ihre Geldanlage 2023
Reiche Kunden richten ihre Wertpapierdepots neu aus.
Foto: BloombergFrankfurt. Nach den Leitzinserhöhungen der Notenbanken und den daraus folgenden Kurseinbrüchen bei Anleihen und Aktien richten die reichen Kunden der Schweizer Großbank UBS ihre Wertpapierdepots neu aus. Sie engagieren sich stärker in Zinspapieren zulasten von Aktien, bleiben aber den hohen Anteilen an alternativen Anlageklassen treu.
Immobilien, das zeigt sich auch bei anderen Vermögensverwaltern, sinken in der Gunst der wohlhabenden Anleger. So versuchen die Reichen zusammen mit ihren Beratern, Risiken abzufedern und zugleich neue Renditechancen wahrzunehmen.
„Hochwertige Rentenpapiere sind in der Gunst der Anleger stark gestiegen. Weitere Zinserhöhungen sind schon weitgehend in den Kursen eingepreist, sodass 2023 ein guter Jahrgang wird für Staatsanleihen und Unternehmensanleihen guter Bonität. High-Yield-Papiere sollte man vorerst eher meiden, hier bestehen zu große Risiken“, sagt Maximilian Kunkel, Chefanlagestratege für die UBS in Deutschland. Hochzinspapiere werden in der Regel von Unternehmen mit geringerer Bonität ausgegeben.
Vermögensverwaltung: Hochwertige Anleihen statt Immobilien
Bei einem Depot mit ausgeglichenem Risiko werde der Anteil der Zinspapiere jetzt typischerweise von zuvor 20 bis 25 Prozent auf gut 30 Prozent hochgefahren, erklärt Kunkel. Von dem Kollaps der Plattform FTX für Kryptowährungen zeigten sich die Kunden weitgehend unbeeindruckt, weil sie in der Mehrzahl keine großen Engagements eingegangen seien.